Eine neue Wasserleitung soll in Forst zwischen Linden und Rohrmoos gebaut werden. Über den genauen Verlauf der 528 Meter langen Leitung, mit der ein Ringschluss geschaffen wird, diskutierte jetzt der Gemeinderat Wessobrunn.
Wessobrunn/Forst - Es ist ein Langzeitprojekt: Die Gemeinde Wessobrunn bringt nach und nach ihr Wasserleitungsnetz auf Vordermann. In den vergangenen Jahren wurde schon einiges geschafft, wie der Wessobrunner Bürgermeister Georg Guggemos berichtet. In den Jahren von 2020 bis zum Jahresende 2025 seien insgesamt 9,16 Kilometer Wasserleitungen verlegt oder erneuert worden.
„Jetzt wollen wir weiterverlegen“, sagt Guggemos. Aktuell gehe es um den Bau einer neuen Wasserleitung zwischen Linden und Hub. Mit dieser neuen Leitung wäre der Ringschluss im Wasserleitungssystem dort geschafft. Dieser sei deswegen besonders wichtig, weil dadurch die Versorgung mit Wasser aus zwei Richtungen gewährleistet sei, was im Falle eines Brandes über den Erfolg der Löscharbeiten entscheiden könnte. Wenn mit dem bisherigen System ein Feuer gelöscht werden müsste, dann muss Wasser unbedingt aus der einen Richtung fließen, sonst steht kein Löschwasser zur Verfügung, was im Falle eines Wasserrohrbruchs oder einer anderen Störung fatal wäre.
„Den Ringschluss müssen wir wirklich machen“, sagte der dritte Bürgermeister Andreas Reßler in der Gemeinderatssitzung, der zugleich der Kommandant der Forster Feuerwehr ist: „Wenn wir den Ringschluss haben, dann haben wir von allen Seiten Wasser.“
Wasserleitungen sind in die Jahre gekommen
Die Gemeinde möchte die Wasserleitung in Eigenleistung verlegen – der Bauhof soll sich des Projektes annehmen. In der Gemeinderatssitzung stellte Guggemos vor, wie die neue Wasserleitung gebaut werden könnte: Die Idee sei, teilweise mit einer Spülbohrung, teilweise in offener Bauweise zu arbeiten. „Offene Straßen sind immer eine Schwachstelle“, sagte Guggemos, deswegen sollten diese so weit, wie möglich vermieden werden. Nach kurzer Diskussion über den genauen Verlauf der Wasserleitung kam die Idee auf, ob die Leitung nicht unter der Straße verlaufen könne. „Das klären wir nochmal ab“, sagte Guggemos.
Zudem ging es in der Gemeinderatssitzung um den Austausch des Schieberkreuzes an der Ecke Zöpfstraße und Schmuzerstraße, das defekt ist. Doch auch in dieser Sache würde kein Beschluss gefällt, es soll zunächst ein weiteres Angebot eingeholt werden.
Das Wessobrunner Wasserleitungssystem ist generell in die Jahre gekommen. „Unsere Wasserleitungen sind sehr alt. Wir haben immer wieder zu kämpfen mit Wasserrohrbrüchen“, sagte Guggemos gegenüber dieser Zeitung. Deswegen habe sich die Gemeinde vor ein paar Jahren auf den Weg gemacht, die Wasserleitungen nach und nach zu erneuern.