„Im Prinzip ist das Wahnsinn“: Abseitsentscheidung lässt Kommentator im DFB-Pokal fassungslos zurück

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Mehrere strittige Momente im DFB-Pokalspiel zwischen Dortmund und Leverkusen sorgen für hitzige Debatten. Auch beim Kommentator.

Dortmund – Im DFB-Pokalspiel zwischen Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen kam es zu einer entscheidenden Szene, die für reichlich Diskussionen sorgte. In der 60. Minute erzielte Martin Terrier vermeintlich das 0:2 für Leverkusen, doch der Treffer wurde nach Ansicht der Videobilder von Schiedsrichter Tobias Stieler wegen Abseits aberkannt. Diese Entscheidung stellte sich als äußerst knapp heraus. Mal wieder.

22.11.2025, Fußball, Borussia Dortmund
Der Treffer von Martin Terrier zählte nicht. © IMAGO/Maximilian Koch

ARD-Kommentator Tom Bartels äußerte sich während der Live-Übertragung zu der strittigen Szene und bezeichnete die Entscheidung als „extrem knapp, aber wohl richtig“. Er betonte jedoch auch, dass es schwierig sei, die Abseitsposition klar zu erkennen. „Im Prinzip ist das Wahnsinn“, sagte Bartels und fügte hinzu: „Irgendwie ist mein Gefühl, dass das weder zur Linie von Stieler, noch zum Geist des Spiels passt, wenn wir selbst bei den Bildern kaum sehen, wo da die Abseitsposition vorliegen soll.“

Abseitsentscheidung und Elfmeterdiskussionen beim BVB-Aus im DFB-Pokal gegen Leverkusen

„Wir sind im Prinzip auf dem gleichen Level, wie in Mönchengladbach“, ergänzte der Kommentator noch und bezieht sich damit auf die Szenen des vergangenen Bundesligaspieltags. Bei der Partie der Fohlen gegen RB Leipzig kam es ebenfalls zu einer Millimeterentscheidung, die letztendlich einen Treffer wegen einer Abseitsstellung einkassierte. Szenen, die in dieser Saison immer häufiger vorzukommen scheinen.

Doch die Abseitsentscheidung zugunsten der Dortmunder war nicht der einzige Aufreger der Partie, denn bereits in der 20. Minute zu einer kontroversen Szene, die das Spiel maßgeblich beeinflusste. Dortmunds Carney Chukwuemeka wurde im Strafraum von Jarell Quansah gehalten, was viele als elfmeterwürdig ansahen. Doch Schiedsrichter Tobias Stieler ließ weiterspielen, und der VAR griff nicht ein. „Für mich war das deutlich, deutlich zu wenig“, so Stieler nach dem Spiel gegenüber der ARD.

Diese Entscheidung führte zu heftigen Reaktionen, insbesondere von BVB-Co-Trainer Robert Kovac und Kapitän Emre Can. Kovac äußerte sich bei Sky deutlich: „Das ist klar Rot und Elfmeter“. Auch Can war nach dem Spiel sichtlich frustriert: „Er packt ihn ganz klar! Wenn er ihn nicht festhält, ist das eine hundertprozentige Torchance“.

Bayer-Kapitän Robert Andrich hingegen unterstützte die Entscheidung des Schiedsrichters: „Ich sag, es ist zu wenig. Natürlich ist die Hand da dran, aber wenn man sieht, wie er fällt, ist das keine normale Bewegung.“ Kurz nach der umstrittenen Szene ging Leverkusen durch Ibrahim Maza in Führung. Dortmund konnte trotz einiger Chancen und Abseits-Glück den Ausgleich nicht mehr erzielen und schied mit 0:1 aus dem DFB-Pokal aus.