Deutscher Skisprung-Star nach Totalabsturz am Boden zerstört: „Ein Griff ins Klo“

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Bitterer Auftakt für einen der deutschen Springer bei der Vierschanzentournee: Der frühere Vorflieger scheitert in Oberstdorf früh – während ein Springer Hoffnung macht.

Oberstdorf – Am Ende dieses Kalenderjahres ist Deutschlands einstige Skisprung-Hoffnung weit entfernt von seinen früheren Erfolgen. Der dreifache Olympiamedaillengewinner und Skiflug-Weltmeister Karl Geiger verpasste beim Auftakt der Vierschanzentournee den Einzug ins erste Springen – ausgerechnet in seiner Heimat Oberstdorf. Mit nur 106,5 Metern landet der 31-Jährige in der Qualifikation außerhalb der Top 50 (Rang 53).

Karl Geiger musste in Oberstdorf einen herben Rückschlag hinnehmen.
Karl Geiger musste in Oberstdorf einen herben Rückschlag hinnehmen. © IMAGO/nordphoto GmbH / Hafner

Entsprechend groß war Geigers Frust. „Das ist leider ein Satz mit X, das ist ziemlich bitter“, sagte er im Interview mit der Sportschau. „Das muss man jetzt aufrecht hinnehmen. Das schmeckt schon eher sauer, die ganze Pille.“ Später wurde er noch deutlicher: „Das war ein sauberer Griff ins Klo. Es ärgert mich richtig.“ Ex-Springer und TV-Experte Sven Hannawald brachte die Enttäuschung auf den Punkt: „Das tut uns allen in der Seele weh.“

Karl Geiger scheitert in Qualifikation

Es ist ein weiterer Tiefpunkt in einer schwierigen Saison für Geiger. Kurz vor den Olympischen Winterspielen droht dem 21-fachen Weltcupsieger der Jahres-Supergau, die dritte Olympia-Qualifikation scheint weit entfernt. Dabei hatte der 32-Jährige sich vor der Tournee bewusst einer dreiwöchigen Pause und rund 80 Trainingssprüngen abseits des Weltcups unterzogen. „Den Weg, den ich eingeschlagen habe, muss ich jetzt beinhart verfolgen, auch wenn einen so ein Tag wieder um einiges zurückwirft.“

In Oberstdorf zeigten Geigers Vorkehrungen bislang keine Wirkung. „Der Sprung war sauspät. Da kommt eins zum anderen. Und wenn man dann gerade nicht so gut in Form ist, fehlen zu viele Meter“, erläuterte Geiger. Zudem habe er Probleme mit den neuen und deutlich engeren Anzügen gehabt, wie auch schon Andreas Wellinger, Pius Paschke oder auch Springer aus Norwegen und Polen vor ihm.

„Wir haben herausgefunden, in welche Richtung es gehen muss. Wie muss die Hocke sein, wie muss der Abdruck sein, damit sich der Ski aufbauen kann“, erklärte Geiger. „Meine Probleme waren, dass ich keinen Druck im Sprung hatte und dass sich mein Flugsystem nicht geschlossen hat.“ Viel Zeit bleibt ihm nicht: Schon im Februar stehen die Olympischen Spiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo an.

Während Geiger zuschauen muss, sorgte Springer-Kollege Philipp Raimund für einen Achtungserfolg. Der 25-Jährige sprang in Oberstdorf 132,5 Meter und belegte Rang zwei hinter dem Slowenen Peter Prevc. Neben Raimund qualifizierten sich auch Felix Hoffmann (12.), Pius Paschke (21.), Andreas Wellinger (39.), Constantin Schmid (44.) und Luca Roth (46.) für das erste Springen am Montag (29.12.). Die nächste Chance für Geiger bietet sich dann beim zweiten Stopp der Tournee: in Garmisch-Partenkirchen beim Neujahrsspringen. (LF)

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