Wilde Verfolgungsjagd durch drei Landkreise - Technik in Fluchtauto hilft der Polizei

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Ein Autofahrer flüchtet in einem Mietwagen vor der Polizei. Auch ein Unfall beendet die wilde Fahrt nicht. Nun erwarten den Mann mehrere Strafverfahren.

Alzenau - Ein 20-jähriger Autofahrer aus Hanau hat am Samstagabend eine spektakuläre Flucht vor der Polizei hingelegt, die erst nach einem Unfall bei Alzenau endete. Darüber berichtete die Polizei in einer Pressemitteilung. Auf den Mann kommen nun mehrere Strafverfahren zu – unter anderem wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Gefährdung des Straßenverkehrs und unerlaubtem Entfernen vom Unfallort.

Zeuge meldet Drogenkonsum auf Tankstelle

Begonnen hatte der Einsatz bereits gegen 17.00 Uhr auf einem Tankstellengelände in Langen-Bergheim in der Straße „Am Lachbach“. Ein aufmerksamer Zeuge hatte der Polizei gemeldet, dass zwei Personen in einem weißen VW Golf mit HU-Kennzeichen offensichtlich Drogen konsumierten, heißt es in der Pressemitteilung der Polizei. Der Zeuge befürchtete, dass der Fahrer unter Drogeneinfluss losfahren könnte.

Als eine Polizeistreife das Fahrzeug kontrollieren wollte, setzte der VW-Fahrer zurück und drängte sich am Streifenwagen vorbei. Dabei streifte er das Polizeifahrzeug und verursachte einen Sachschaden von rund 3000 Euro, schreibt die Polizei weiter. Ob beim Zurücksetzen zusätzlich Schaden an der Hauswand der Tankstelle entstand, wird derzeit noch geprüft.
Verfolgungsjagd durch drei Landkreise

Auf der A45 vor der Anschlussstelle Hanau endet eine gefährliche Verfolgungsjagd durch drei Landkreise.
Auf der A45 vor der Anschlussstelle Hanau endet eine gefährliche Verfolgungsjagd durch drei Landkreise. © Polizei Südosthessen

Technik im Mietwagen hilft bei der Ortung

Dank der im Mietwagen verbauten Technik konnte der Fluchtwagen zeitweise geortet werden, berichtet die Polizei. Die Spur führte über die Bundesstraße 486 im Landkreis Offenbach auf die Autobahn 3 Richtung Aschaffenburg und weiter in den Landkreis Aschaffenburg. Dort kam es schließlich zu einem Alleinunfall bei einem Kreisverkehr im Bereich der Anschlussstelle Alzenau Nord.

Trotz des Schadens fuhr der 20-Jährige auf die Autobahn 45 in Richtung Gießen auf, laut Polizei. Kurz darauf blieb der Wagen jedoch qualmend und mit einem Reifenschaden vor der Anschlussstelle Hanau stehen – eine Weiterfahrt war nicht mehr möglich.

Drogen im Auto gefunden – mehrere Strafverfahren

Bei der vorläufigen Festnahme des Fahrers und seines Begleiters kam es zur Sperrung der rechten Fahrspur, heißt es in der Pressemitteilung der Polizei. Ein eingesetzter Drogenspürhund fand zudem eine geringe Menge an Rauschmitteln im Wagen. Der VW-Fahrer war in den vergangenen Wochen bereits mehrfach in Zusammenhang mit Verkehrsdelikten polizeilich aufgefallen, schreibt die Polizei weiter.

Ob der 20-Jährige unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln unterwegs war, soll durch eine abgegebene Blutprobe geklärt werden. Der VW musste abgeschleppt werden. Weitere Zeugen, die die Fahrweise des Mannes beobachtet haben, sollen sich unter der Rufnummer 06181 9010-0 auf der Wache der Polizeiautobahnstation Südosthessen melden, so die Polizei.

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