Rekord-Schnee in Italien löst Touri-Chaos aus – Polizei greift durch, Route gesperrt

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In den italienischen Alpen im Piemont fiel an Weihnachten so viel Schnee wie in keiner anderen europäischen Bergregion. Das zog Verkehrsprobleme nach sich.

Cuneo – Während auch 2025 außerhalb von Gebirgsregionen in Mitteleuropa weitgehend keine Spur von weißer Weihnacht war, wurde es mancherorts in Höhenlagen so richtig schneereich. In Italien in der Region Piemont wurde ein europaweiter Rekordschneefall verzeichnet. Viele veranlasste das zu einer Reise in die Alpen des Piemonts, was in der Folge ein Verkehrschaos nach sich zog.

Fotomontage aus Winter-Szenerien in Prato Nevoso © Facebook/Instagram/X

In Prato Nevoso im Nordwesten Italiens fielen am zweiten Weihnachtsfeiertag knapp drei Meter Neuschnee, wie mitunter der Corriere della Sera und Il Fatto Quotidiano berichteten. Damit ist der Skiort in 1600 Metern Höhe aktuell der schneereichste Skiort Europas

Winter-Wahnsinn in Italien: Bergort verzeichnete an Weihnachten drei Meter Neuschnee

Um sich an den schneereichen Pisten und der schneebedeckten Landschaft zu erfreuen, zog es zahlreiche Besucher in die Bergregion. Das führte laut Il Dolomiti aber eine Reihe von Konsequenzen nach sich, mitunter überfüllte Parkplätze und reichlich Staus. 

Verkehrschaos nach Besucheransturm im Piemont – Provinz Cuneo sperrt Straße

Weil das enorme Verkehrsaufkommen drohte, außer Kontrolle zu geraten, steuerte die Provinz Cuneo gemeinsam mit der Gemeinde Frabosa Sottana gegen: Die Provinzstraße Nr. 327 in Richtung Prato Nevoso und Artesina an der Kreuzung mit Frabosa Soprana wurde zunächst gesperrt. „Die Maßnahme war aus Sicherheits- und Verkehrsmanagement-Gründen notwendig, angesichts der Verkehrsbedingungen und des starken Zustroms in die Bergorte“, teilt die Behörde mit.

Überwacht werde die Sperrung von der örtlichen Polizei, die die Kontrolle und Regelung des Verkehrs gewährleisten soll. „Die Weiterfahrt in Richtung Prato Nevoso und Artesina ist nur bei Abfluss aus den Bergen gestattet, um Staus zu vermeiden und die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten“, hieß es seitens der Behörde weiter.

Schnee-Sperrung in Italien: Urlauber müssen sich auf Warteschlangen einstellen

Die Provinz Cuneo und die Gemeinde Frabosa Sottana bitten die Autofahrer um maximale Zusammenarbeit, „die Beschilderung und die Anweisungen des vor Ort anwesenden Personals zu beachten sowie ihre Fahrten unter Berücksichtigung der geltenden Beschränkungen zu planen“, berichtete Il Dolomiti weiter.

Wie lange die Sperrung bestehen bleibt, kann aktuell noch nicht abgesehen werden. Die Verwaltung der Sperre obliegt den Beamten der Stadtpolizei, sie wollen den Zugang zur Straße dynamisch je nach Wettergeschehen regeln. Aktuell sieht es dem Wetterbericht des italienischen Portals Il Meteo aber nicht nach weiteren Schneefällen in den kommenden Tagen aus.

Die Ordnungskräfte entscheiden je nach Verkehrslage und Verfügbarkeit von Parkplätzen, ob weitere Autos bergauf fahren dürfen, um so einen Wechsel zu gewährleisten, der das Straßennetz und die Parkplätze nicht zusätzlich belastet. Die Gemeinde teilt mit, dass Personen, die in den beiden Ortschaften Prato Nevoso und Artesina wohnen oder ihren Wohnsitz haben, die Skigebiete dennoch erreichen können, „mit etwas Geduld für eventuelle Warteschlangen“.  (Quellen: Corriere della Sera, Il Fatto Quotidiano, Il Dolomoti, Il Meteo) (fh)