Anton Svedlund ist 16 Jahre alt und ist als Schiedsrichter tätig. Er pfeift sowohl Fußball- als auch Eishockey-Spiele und findet, mehr Menschen sollten es ihm gleichtun. Darüber berichtet die schwedische Lokalzeitung "Ljusnan".
Anton verdient 50.000 schwedische Kronen als Schiedsrichter im Fußball
Anton berichtet, wie viel Geld er als Schiedsrichter einnimmt: "Ich glaube, ich habe letzte Saison allein mit Fußball 50.000 verdient (Anm.: umgerechnet über 4600 Euro)." Die Leute würden ihn sogar fragen: "Wie kommst du zu so viel Geld?" Man könne sich seiner Meinung nach vor allem als Teenager damit gut etwas dazuverdienen.
Er bestätigte gegenüber "Ljusnan" zudem, dass es die Unparteiischen im Mannschaftssport nicht immer leicht hätten. Vor allem neue Schiedsrichter könnten vor zusätzliche Probleme gestellt werden: "Ein neuer Schiedsrichter trifft vielleicht die gleiche Entscheidung wie ein erfahrener, aber er kann seine Entscheidung nicht so gut verkaufen. Und dann sind die Spieler oft noch verärgerter."
Wer ein guter Schiedsrichter sein will, muss laut Anton vor allem standhaft in seinen Entscheidungen bleiben und darf nicht zögern.
Schiedsrichter in Deutschland: So viel Geld gibt es pro Spiel
Auch in Deutschland ist es möglich, als Schiedsrichter Geld zu verdienen. Es gibt individuelle Spesenordnungen. Wer Schiedsrichter werden möchte, muss mindestens zwölf Jahre alt sein. In einigen Landesverbänden liegt das Mindestalter auch bei 14 Jahren. Zudem muss ein Neulingslehrgang erfolgreich absolviert werden, schreibt der Deutsche Fußball-Bund.
Der Bayerische Fußball-Verband gibt folgende Aufwandsentschädigung sowie ein Kilometergeld an:
- Spielleitung in der Bayernliga: 95 Euro
- Landesliga-Partie: 70 Euro
- Kreis- und A-Klasse: 45 Euro
- Jugendbereich bei den A- und B-Junioren auf Kreisebene: Zwischen 35 und 40 Euro
- C- und D-Junioren: Zwischen 30 und 35 Euro
- Pro Spiel 0,30 Euro für jeden gefahrenen Kilometer