In Petersaurach (Landkreis Ansbach) kam ein Mann bei einem Wohnhausbrand ums Leben. 200 Feuerwehrleute kämpften stundenlang gegen die Flammen.
Petersaurach – Tragödie am zweiten Weihnachtsfeiertag im Landkreis Ansbach: Bei einem Wohnhausbrand in Petersaurach ist am Freitagabend (26. Dezember) ein 64-jähriger Mann ums Leben gekommen. Die Feuerwehr entdeckte den Bewohner leblos im Obergeschoss des Einfamilienhauses.
Gegen 19.40 Uhr ging die Mitteilung über den Brand eines Einfamilienhauses in der Waldstraße ein, teilt die Polizei Mittelfranken mit. Als die ersten Einsatzkräfte im Ortsteil Wicklesgreuth eintrafen, bot sich ihnen ein dramatisches Bild: „Bei Eintreffen von Polizei und Feuerwehr stellten die Kräfte offenes Feuer im Erdgeschoss des Hauses fest. Flammen schlugen aus den Fenstern“, schreibt die Polizei.
200 Feuerwehrleute im Einsatz – Bewohner leblos im Obergeschoss gefunden
Insgesamt neun Feuerwehren mit über 200 Einsatzkräften aus der Umgebung rückten an. „Die Feuerwehr hat einen vollentwickelten Wohnhausbrand vorgefunden. Der Schwerpunkt lag am Anfang im Erdgeschoss und da hat man dann sofort Kräfte unter Atemschutz eingesetzt, um den Brand zu bekämpfen und eine Person, die noch vermisst war, zu suchen“, berichtet Christian Schmidt, Kreisbrandinspektor der Feuerwehr Ansbach.
Im Rahmen der Löscharbeiten stießen die Feuerwehrleute im ersten Obergeschoss auf eine männliche Brandleiche, wie die Polizei Mittelfranken mitteilt. „Es handelt sich um den 64-jährigen Bewohner. Dieser lebte allein in dem Einfamilienhaus.“ Der Angriffstrupp hatte den Mann gefunden – für ihn kam jede Hilfe zu spät. „Ansonsten waren keine weiteren Personen im Gebäude.“
Einsatz bis in die späten Abendstunden – Sachschaden im sechsstelligen Bereich
Die Löscharbeiten zogen sich bis in die späten Abendstunden hin. Nach Informationen vom Einsatzort waren in der Spitze 200 Feuerwehrleute von neun Feuerwehren im Einsatz. An Weihnachten seien die meisten Ehrenamtlichen zu Hause. „Von daher ist der Personalansatz nicht das Problem“, so der Kreisbrandinspektor.
Der entstandene Sachschaden kann laut Polizei Mittelfranken derzeit noch nicht beziffert werden, dürfte sich aber im sechsstelligen Bereich befinden. Im Rahmen der Löscharbeiten war die Waldstraße sowie die Verbindungsstraße zwischen Waldstraße und Buchenstraße gesperrt.
Psychologische Betreuung für Einsatzkräfte – Kripo ermittelt
Der tragische Ausgang des Einsatzes belastet auch die Helfer. „Es ist natürlich nicht schön, der Ausgang dieses Einsatzes. Aber wir haben hier Kräfte, die sich um unsere Einsatzkräfte kümmern, um ihr psychisches Wohlbefinden. Und da wird man jetzt im Nachgang noch Gespräche führen, damit da nichts hängenbleibt“, erklärte Christian Schmidt.
Die Brandursache ist bislang unklar. „Die weiteren Ermittlungen zur finalen Brandursache und zum Tod des 64-Jährigen wird die Kriminalpolizei Ansbach übernehmen“, teilt die Polizei Mittelfranken mit.