Ein Reisebus überschreitet die zulässige Geschwindigkeitsbegrenzug die Polizei greift ein. Die Fahrer sind 28 Stunden durchgefahren.
Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Zeit, auf die vergangenen zwölf Monate zurückzublicken. Dabei schauen wir auch auf die Texte, die besonders viele Menschen erreichten und hohes Interesse erzeugten. Der folgende Text zählt im Jahr 2025 zu den meistgelesenen Texten auf den Portalen von IPPEN.MEDIA. Der Text erschien am 7. Februar 2025.
Weiterstadt – Zu schnell und zu lange unterwegs: Ein Reisebus auf der A5 erregte am Mittwoch (5. Februar) die Aufmerksamkeit der Polizei. Kurz darauf war die Fahrt an Ort und Stelle beendet.
Was war passiert? Die acht Passagiere des Busses waren am Vortag eingestiegen, um verschiedene Ziele in Süddeutschland zu erreichen. Aufmerksam geworden waren die Beamten, weil der Bus augenscheinlich deutlich schneller als die zulässigen 100 km/h fuhr. Der Verdacht bestätigte sich bei der Kontrolle.
Zwei Fahrer wechselten sich während der Fahrt ab, jedoch fehlte dem Busunternehmen die notwendige Genehmigung für den gewerblichen Personenverkehr. Der Geschwindigkeitsbegrenzer des Busses, der auf maximal 100 km/h eingestellt sein sollte, war deaktiviert, sodass das Fahrzeug bis zu 135 km/h erreichte.
1950 Kilometer aus der Ukraine bis nach Südhessen in 28 Stunden
Doch damit noch nicht genug: Die Fahrer hatten ihre persönlichen Fahrerkarten nicht korrekt im digitalen Fahrtenschreiber eingelegt. Seit 28 Stunden befanden sie sich im Bus und legten in dieser Zeit 1950 Kilometer von der Ukraine nach Südhessen zurück.
Die Polizei untersagte die Weiterfahrt. Die Passagiere wurden zum nächsten Bahnhof gebracht, um ihre Reise mit öffentlichen Verkehrsmitteln fortzusetzen. Zur Sicherung eines möglichen Bußgeldverfahrens mussten die Fahrer und das Busunternehmen eine Sicherheitsleistung von 5000 Euro hinterlegen. (Ivana Milovanovic)