Ski-Profi steht vor Olympia-Happy-End: „Schwierige Zeit hat mich nach vorn gebracht“

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Durch eine steigende Formkurve kann sich ein Ski-Profi durchaus Hoffnungen auf Olympia machen. Kommt es zum Happy End?

Herzogsreut – Bei den Olympischen Winterspielen in Mailand will natürlich jeder Athlet und jede Athletin dabei sein. Der Olympia-Traum kann durch Verletzungen und Form-Tiefs allerdings schnell platzen. Ein deutscher Ski-Profi hat sich durch eine starke Aufholjagd in Val D‘Isere in eine gute Position gebracht.

Jonas Stockinger will zu den Olympischen Spielen.
Jonas Stockinger will zu den Olympischen Spielen. © IMAGO/GEPA pictures/ Harald Steiner

Denn Jonas Stockinger fuhr im zweiten Durchgang des Riesenslaloms von Platz 28 auf Platz 13 und hat damit die halbe Olympia-Norm geschafft. In einem Interview mit der Heimatzeitung zeigte sich der Deutsche, angesprochen auf seine Olympia-Chancen, sehr selbstbewusst: „Ich bin überzeugt, realistische Chancen zu haben. Es gilt für mich in erster Linie, die Trainingsleistungen auch ins Rennen umzusetzen. Wenn’s gelingt, kommen die entsprechenden Ergebnisse und auch die Qualifikation automatisch.“

Ski-Profi Jonas Stockinger will seinen Olympia-Traum erfüllen

Sein Weg in den Ski-Sport war alles andere als leicht: „Schon von Kindesbeinen an habe ich sehr viele Sportarten betrieben. Skifahren war für mich schon immer das absolute Highlight. Da galt es, sich zunächst im Kinderbereich durchzusetzen, um überhaupt in die Schülermannschaft des Skigaues Bayerwald aufgenommen zu werden. Nächste Station war dann das Skiinternat in Berchtesgaden.“

„Es war nicht einfach. Es war quasi die Vorstufe zum Leistungssport und ich musste mich mächtig anstrengen, um nach dem letzten U16-Jahr in einen Kader des DSV zu gelangen. Dort standen dann zunächst FIS-Rennen auf dem Programm. Es ging jetzt um wertvolle Punkte, um von dort aus in den Europacup zu gelangen. Da wirst du nach und nach geformt. Den Anschluss zu finden an die dortige Spitze, das funktioniert nicht von heut auf morgen.“

Irgendwann konnte Stockinger seinen endgültigen Durchbruch feiern: „In der Saison 2023/24 konnte ich die Europacup-Gesamtwertung im Riesenslalom gewinnen. Das war dann gleichzeitig der Sprung in den Weltcup. Zwischenzeitlich hatte ich allerdings mit Rückenproblemen zu kämpfen. Zudem musste ich mich zwei Jahre selbst finanzieren. Keine leichte Zeit. Rückblickend betrachtet, hat mich die schwierige Zeit aber nach vorn gebracht.“

Jetzt will der Deutsche zu Olympia. Allerdings konnte er sich in Alta Badia nicht für den zweiten Durchgang qualifizieren. Der Riesenslalom-Spezialist muss also mindestens noch ein Top-15-Ergebnis liefern, damit er die Olympia-Norm auch erreicht. Man kann nur hoffen, dass sein Olympia-Traum nicht doch noch platzt. (DaHee)