Ukraine schlägt tief in Russland zu: Chemiefabrik weit hinter der Front in Flammen

In der Nacht zum 22. Dezember sollen ukrainische Drohnen das Stavrolen-Chemiewerk in Budjonnowsk, einer Stadt in der russischen Region Stawropol, angegriffen haben. Das berichtet „Reuters“ unter Berufung auf russische Telegram-Kanäle. Fotos und Videos, die angeblich von Anwohnern aufgenommen wurden, zeigen große Flammen, die aus Richtung der Anlage kommen sollen.

Bedeutung des Chemiewerks

Das Stavrolen-Chemiewerk gehört zu den führenden petrochemischen Unternehmen Russlands und ist eine Tochterfirma des Energieriesen Lukoil. Es stellt unter anderem Polyethylen, Polypropylen und Benzol her. Laut dem „Kyiv Independent“ produziert die Anlage auch Komponenten für Drohnen sowie Bauteile und Isolierungen für russisches Militärgerät. Die ukrainische Armee hat sich bisher nicht zu dem Angriff geäußert, und auch das Ausmaß der Schäden ist noch unklar.

Warnung vor Drohnenangriffen

Der Gouverneur der Region Stawropol, Wladimir Wladimirow, hatte bereits vor dem Angriff vor einer möglichen Drohnenbedrohung gewarnt. Das Werk liegt etwa 500 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt und wurde schon früher Ziel ukrainischer Angriffe. Bereits am 12. November hatten die ukrainischen Spezialkräfte einen „erfolgreichen Feuerangriff“ auf die Anlage bestätigt.

Angriff auf russische Ölraffinerie im Jahr 2024 (Archivbild)
Angriff auf russische Ölraffinerie im Jahr 2024 (Archivbild) Video Obtained By Reuters/via Reuters

Eskalation gegen russische Infrastruktur

Die Ukraine greift immer wieder militärische und industrielle Einrichtungen in Russland an. Dabei setzt sie vor allem auf selbst entwickelte Drohnen. Kiew intensiviert seine Angriffe auf russische Öl- und Gasinfrastruktur, da diese eine wichtige Einnahmequelle für Moskau darstellt und den Krieg gegen die Ukraine finanziert.