Fall René Benko: Wiener Gericht gibt kurz vor Weihnachten nächste Entscheidung bekannt

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Signa-Gründer René Benko bleibt über Weihnachten und Silvester in U-Haft. Das teilt das Landgericht Wien mit. Ein Argument des Anwalts wird zurückgewiesen.

Wien – Es ist das nächste Kapitel im Fall René Benko: Der österreichische Immobilien-Milliardär war Mitte Dezember zum zweiten Mal wegen Schädigung seiner Gläubiger verurteilt worden. Jetzt ist klar: Benko muss auch Weihnachten und Silvester sowie Neujahr in Untersuchungshaft verbringen, in der der gebürtige Tiroler aktuell in Innsbruck sitzt.

Der österreichische Immobilien-Milliardär René Benko (re.) sitzt in Innsbruck in Untersuchungshaft.
Der österreichische Immobilien-Milliardär René Benko (re.) sitzt in Innsbruck in Untersuchungshaft. © IMAGO / Eibner Europa

Während die Benko-Pleite auch Firmen aus Deutschland schwer betrifft, darf der einstige Immobilientycoon das Gefängnis in der Tiroler Landeshauptstadt vorerst weiterhin nicht verlassen. Das verkündete am Dienstag (23. Dezember) das Landgericht und verlängerte Benkos Untersuchungshaft bis zum 23. Februar. Benkos Anwalt hatte zuvor beantragt, dass die U-Haft gegen den 48-Jährigen nach elf Monaten beendet wird.

René Benko: Wiener Landgericht weist Argument des Anwalts zurück

Das Gericht sah hingegen weiterhin einen dringenden Tatverdacht sowie die Gefahr, dass der Gründer der insolventen Immobilien- und Handelsgruppe Signa weitere Taten begehen könnte. Das Gericht wies auch das Argument des Anwalts zurück, wonach die Haft mittlerweile nicht mehr verhältnismäßig sei. Benko war im Januar festgenommen und in U-Haft genommen worden. Die Insolvenz der Signa-Gruppe machte etwa den Hamburger Elbtower zu einer (zumindest vorläufigen) Bauruine.

Österreichs Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) verdächtigt Benko des Betrugs, der Untreue und des Bankrotts. Benko ist bereits in zwei Prozessen verurteilt worden. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig. Im Oktober befand ihn das Landesgericht Innsbruck schuldig, Gläubiger geschädigt zu haben. Eine zweijährige Haftstrafe wurde verhängt.

René Benko: Früherer Immobilien-Milliardär sitzt in Innsbruck in U-Haft

Benko habe durch eine Schenkung in Höhe von 300.000 Euro Vermögen beiseitegeschafft, befand das Gericht. Am 10. Dezember wurde er erneut wegen Schädigung seiner Gläubiger verurteilt. Diesmal gab es nur eine Bewährungsstrafe von 15 Monaten sowie eine Geldstrafe. Es ging um wertvolle Uhren und Manschettenknöpfe, die dem Zugriff der Gläubiger entzogen worden waren. (Quelle: dpa) (pm/dpa)

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