Karin R. ist Pendlerin. Für sie geht es regelmäßg von Baden nach St. Pölten. Doch die Reise mit der Österreichischen Bundesbahn (ÖBB) wird in der letzten Zeit immer mehr zur Tortur. Die "Kronen Zeitung" berichtet von Verspätungen, überfüllten Wagons und unfreundlichen Mitreisenden, die der Pendlerin das Leben schwer machen.
Was Karin R. besonders ärgert: Der aktuelle Rat der ÖBB, eine Sitzplatzreservierung vorzunehmen. Dreimal hat sie das bereits getan. Dreimal ist sie gescheitert. "Zweimal bin ich nicht mal in die Nähe meines reservierten Platzes gekommen, weil das Gedränge zu groß war", schildert sie.
"Zu spät, jetzt sitz' ich schon hier": Karin reserviert sich einen Platz im Zug und scheitert
In einem weiteren Fall saß auf ihrem Platz bereits jemand. Der Reisende wollte den reservierten Sitz auch nach einem freundlichen Hinweis nicht aufgeben, berichtet die "Kronen Zeitung". "Zu spät, jetzt sitz' ich schon hier", soll er lediglich gesagt haben. Die Pendlerin wollte weder diskutieren noch in dem überfüllten Zug einen Zugbegleiter suchen.
Letzteres wäre laut der ÖBB jedoch richtig gewesen. Das Zugteam sei zur Unterstützung da, heißt es laut der "Kronen Zeitung". Auch über die vollen Züge weiß man Bescheid. Die Kapazitäten würden dort angepasst, wo es betrieblich möglich sei.
Bahn sorgt in Deutschland für Frust: Fast jeder zweite Fernzug unpünktlich
Auch in Deutschland sorgen unpünktliche Züge laufend für Ärger. Zahlen aus dem November zeigen, dass nahezu jeder zweite Fernzug des bundeseigenen Konzerns verspätet unterwegs gewesen ist. 54,5 Prozent der Züge kamen ohne größere Verzögerung ans Ziel, wie vorläufige Ergebnisse zeigen, die die Bahn nun veröffentlicht hat
"2026 geht es vor allem darum, die Pünktlichkeit zu stabilisieren und den Abwärtstrend zu stoppen", sagt Evelyn Palla, Chefin der Deutschen Bahn (DB).