Zwei Armeeveteraninnen dienten gemeinsam in Nordirland – 30 Jahre später treffen sie sich wieder

Die beiden ehemaligen Soldatinnen Irene Geere (60) und Annette Chesterman (59) trafen sich im Jahr 2023 bei einem Weihnachtsessen für Veteranen in Cardiff und merkten erst nach einigen Minuten, dass sie sich bereits kannten. Vor langer Zeit, in den 1980er-Jahren, hatten sie in Lisburn in Nordirland ein Schlafquartier geteilt. 

Die Freude war riesig. "Wir umarmten uns und weinten. Es war eine Mischung aus Schock, Erleichterung und einer Tiefe an Gefühlen, von denen wir kaum bemerkt hatten, dass wir sie in uns trugen", erzählte Chesterman dem "Telegraph". 

Zwei Armeeveteraninnen treffen sich  30 Jahre später wieder: "Wir lagen stundenlang im Bett und redeten"

Die beiden waren damals zwei von nur wenigen hundert Frauen unter Tausenden männlichen Soldaten. Sie waren ständig in Alarmbereitschaft wegen möglicher Anschläge. Dies half, ihre Bindung zu festigen. "Wir lagen stundenlang im Bett und redeten", erinnerte sich Chestermann. Doch nach einem Jahr sahen sich die beiden nicht wieder. Geere verließ die Armee im folgenden Jahr, als sie heiratete; Chesterman wenig später. 

Nun kam es zum Wiedersehen beim Weihnachtsessen, das von der britischen Veteranenorganisation "The Not Forgotten" organisiert wurde. Sie wurde 1919 gegründet und kümmert sich um ehemalige Soldaten und Angehörige der Streitkräfte, die mit Verletzungen, Krankheiten, Einsamkeit oder sozialer Isolation leben. 

3 Fakten zum Konflikt in Nordirland 

  • Zeitraum & Opferzahl: Der Konflikt in Nordirland, oft als "The Troubles" bezeichnet, dauerte etwa 30 Jahre (spät 1960er bis Karfreitagsabkommen 1998). In dieser Zeit wurden rund 3500 Menschen getötet und über 47.000 verletzt.
  • Zivile Opfer: Etwa 52–55 Prozent der Getöteten waren Zivilisten, der Rest verteilte sich auf Angehörige bewaffneter Gruppen (IRA, Loyalistenmilizen) und Sicherheitskräfte wie Armee und Polizei.
  • Militärische Präsenz: Zeitweise waren bis zu 27.000 britische Soldaten gleichzeitig in Nordirland stationiert; insgesamt dienten über die Jahre hinweg mehr als 300.000 Angehörige der britischen Streitkräfte in der Region.