In Großbritannien wird über ein Verbot von Social Media für Kinder unter 16 Jahren diskutiert. Australien hat kürzlich ein solches Gesetz eingeführt, um junge Menschen besser vor den Gefahren im Internet zu schützen. Betroffen sind Plattformen wie Facebook, Instagram und TikTok.
Keir Starmer, Chef der britischen Labour-Partei, hatte sich zunächst gegen ein pauschales Verbot ausgesprochen. Doch laut dem "Telegraph" beobachtet die britische Regierung derzeit das australische Modell und prüft, ob ähnliche Regeln auch in Großbritannien sinnvoll wären.
Gesundheitsminister fordert strengere Regeln für soziale Medien
Auch der britische Gesundheitsminister Wes Streeting fordert laut dem "Telegraph" strengere Maßnahmen gegen die Gefahren sozialer Medien. Er kritisiert, dass Plattformen wie Facebook und TikTok häufig Mobbing, Hass und schädliche Inhalte fördern.
Das australische Gesetz hält er für eine vielversprechende Lösung. Er möchte die Entwicklung dort genau verfolgen, um mögliche Erkenntnisse für Großbritannien zu gewinnen.
Experten warnen vor Risiken eines Verbots
Doch nicht alle Experten teilen seine Ansicht. Einige warnen, dass ein Verbot Kinder dazu bringen könnte, auf unregulierte und möglicherweise noch gefährlichere Webseiten auszuweichen.
Liz Kendall, britische Ministerin für Innovation und Technologie, spricht sich ebenfalls gegen ein generelles Smartphone-Verbot für Kinder aus. Sie betont, dass Kinder vor schädlichen Inhalten geschützt werden müssen, ohne ihnen den Zugang zur digitalen Welt komplett zu verwehren.
Die Regierung will zunächst abwarten, wie sich das australische Gesetz auswirkt, bevor sie eigene Maßnahmen beschließt. Ziel ist es, eine ausgewogene Lösung zu finden.