Mann entdeckt Baby-Kreatur an Urlaubsstrand – er schwebte in Lebensgefahr und wusste es nicht

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Das Meereswesen am Strand sah klein und niedlich aus. In einem Instagram-Video nimmt er es sogar in die Hand. Es hagelt fassungslose Kommentare.

Kassel – Im Urlaub auf den Philippinen teilt der britische Journalist Andy McConnell seine einzigartigen Erlebnisse auf Instagram. Das bekannte Gesicht von der BBC-Show „Antiques Roadshow“ ist seit Anfang November fernab seiner Heimat unterwegs. Regelmäßig postet der über 70-jährige Glasexperte McConnell, was er bei seinen morgendlichen Strandspaziergängen beobachtet: Wie Kühe im Meer baden, Muscheln oder getigerte Meeresschnecken. Auch die verheerenden Schäden durch die vergangenen Taifune lässt er dabei nicht aus. Die Klicks auf seine Philippinen-Posts sind recht überschaubar, bis McConnell ein Video von einem „Baby-Oktopus“ in seiner Hand postet.

Urlaub Strand Philippinen
Alptraum im Paradies: Mann entdeckt winzige Meeres-Kreatur am Strand auf den Philippinen und ist völlig ahnungslos, dass er in Lebensgefahr schwebt (Symbolfoto). © IMAGO

In den Aufnahmen ist zu sehen, wie McConnell mit einem winzigen Oktopus spielt. Mit seiner Hand fischt er die Baby-Kreatur aus dem Meer, hält sie zwischen seinen Fingern und lässt sie wieder frei. Kinder am Strand hatten zuvor ein Baby-Oktopus gefangen, schreibt der Urlauber zum Video-Post. „Noch nie habe ich so etwas gesehen“, kommentiert seine Stimme den kurzen Clip. Kreaturen am Strand machen immer wieder Schlagzeilen. In diesem Fall fiel der Brite erst viel später aus allen Wolken.

Völlig ahnungslos – BBC-Experte spielt mit Baby-Oktopus und wird sich Lebensgefahr erst später bewusst

Der kleine Oktopus sieht unschuldig aus – doch bei dem niedlichen Tier handelt es sich um eine der gefährlichsten Kraken der Welt. Auf seinen lebensgefährlichen Fehler machen ihn Nutzer in den Kommentaren aufmerksam. Einige reagieren schockiert:

  • „Als Australier ist mir gerade am ganzen Körper kalt geworden“, schreibt ein Nutzer.
  • „Wenn ich mich nicht irre, ist dies eines der giftigsten Kreaturen, die im Wasser leben“, bemerkt ein weiterer Nutzer.
  • „Oh mein Freund...Es gibt bessere Wege, Gott nahe zu kommen“, bringt es ein weiterer Kommentaror auf den Punkt.

Schönheit entpuppt sich als giftigstes Meerestier der Welt

Der kleine Baby-Oktopus ist ein blaugeringelter Kraken oder Blauring-Oktopus (Hapalochlaena Lunulata), einer der giftigsten Meerestiere der Welt. Ihr Speichel enthält Tetrodotoxin, ein Nervengift, das 1000-mal stärker ist als Zyanid, warnte der australische Rettungsdienst nach einem Unglücksfall am Strand von Sydney. Beim Muscheln-Sammeln hatte ein winziger Blauring-Oktopus eine Frau in den Bauch gebissen. Das Gift kann zu Lähmungen führen, die Atemstillstand und Herzkammerflimmern auslösen. Ein Gegengift existiert nicht – nur eine schnelle Beatmung kann das Leben der Opfer retten.

Eines der giftigsten und gefährlichsten Meerestiere der Welt: ein Blauring-Oktopus (Hapalochlaena Lunulata).
Eines der giftigsten und gefährlichsten Meerestiere der Welt: ein Blauring-Oktopus (Hapalochlaena Lunulata). © Jurgen Freund/imago

Die kleinen Kraken leben vor den Küsten Australiens, der Philippinen, Indonesiens und Neuguineas. Ihre gelbe Haut mit den charakteristischen blauen Ringen macht sie zu einem auffälligen, aber trügerisch schönen Anblick. Werden die Tiere bedroht, leuchten die blauen Ringe als Warnsignal intensiv auf. Der Blauring-Oktopus gilt nicht als aggressiv. „Er beißt Menschen nur, wenn er sich in die Enge getrieben oder angefasst wird“, so Ocean Conservancy.

„Allein die Welt erkunden, 11.000 km von zu Hause entfernt, bedeutet unweigerlich Risiken einzugehen“, schreibt McConnell in einem weiteren ausführlichen Post. Die unzähligen Kommentare zu seinem Video hatten den Briten erst auf die Lebensgefahr aufmerksam gemacht. „Mir war nicht bewusst, welche Gefahr mir begegnet war.“

Auch die Kinder, die das giftigste Tier der Welt am Strand entdeckt hatten, seien genauso ahnungslos gewesen, schreibt der Philippinen-Urlauber in einem anderen Post. Deswegen habe der Brite noch vor seiner Heimreise mit dem Schulleiter der örtlichen Grundschule über den Vorfall gesprochen und erörtert, wie wichtig es sei, Schüler über die Gefahren von Meereslebewesen aufzuklären. Die Küstenwache sei informiert und wolle die lokale Bevölkerung auf die Gefahren des Blauring-Oktopus aufmerksam machen. Das Meer hält viele Geheimnisse bereit. Auf einen Sensationsfund ist ein deutscher Urlauber sogar schon am Strand einer Mittelmeerinsel gestoßen. (Quelle: Instagram, NSW Ambulance, Ocean Conservancy) (ml)

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