Die Buslinie 708 verknüpft ab sofort S1 und S2 miteinander. Besonders Schüler aus Hetzenhausen und Massenhausen profitieren vom neuen Angebot.
Neufahrn/Landkreis – Ein rollender, sonntäglicher Ortstermin durch Neufahrn stand für Landrat Helmut Petz, Bürgermeister Franz Heilmeier und weitere geladene Fahrgäste, darunter „Testfahrer“ aus den Ortschaften Massenhausen und Hetzenhausen, am 3. Advent im Kalender. Mit einer informativen Eröffnungs-Sonderfahrt wurde einen Tag vor dem MVV-Fahrplanwechsel die erweiterte Buslinie 708 eingeweiht, die künftig die Gemeinden Markt Indersdorf, Weichs, Vierkirchen, Fahrenzhausen und Neufahrn wochentags von Montag bis Freitag zwischen 5.30 und 22.30 Uhr im Stundentakt verbindet. Der 708er Bus verknüpft künftig die S-Bahn-Linien S1 (München-Freising/Flughafen) und S2 (Petershausen-Erding), schafft damit erweiterte Kapazitäten im Schulverkehr und ermöglicht neue Umstiege zwischen verschiedenen Buslinien sowie zwischen Bus und S-Bahn.
Neue Buslinie ist vor allem für Schüler interessant
Treffpunkt für diese außer(fahr)planmäßige Sonntagsfahrt war der Neufahrner Bahnhof, vor dem sich eine der Bushaltestellen der Linie 708 befindet. In der Gemeinde Neufahrn profitieren insbesondere Hetzenhausen und Massenhausen von deren Ausbau, mit dem eine direkte Anbindung an den Hauptort geschaffen wird.
Auch für Schülerinnen und Schüler aus diesen Ortsteilen stellt die neue Buslinie eine wichtige Verbesserung dar. Das Schulzentrum Neufahrn mit der Jo-Mihaly-Mitteschule und dem Oskar-Maria-Graf-Gymnasium wird regelmäßig angefahren, womit eine flexible Freizeitgestaltung, wie etwa Vereinssport und Unternehmungen mit Schulkameraden, ohne elterlichen Hol- und Bringservice, dank öffentlicher Verkehrsmittel vereinfacht wird. Ausgestattet wird die Linie mit neuen Bussen, die aber zum Startzeitpunkt noch nicht ausgeliefert worden waren.
Bei ihrer Begrüßung würdigten Petz und Heilmeier die wertvolle Erweiterung und spürbare Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs für die Landkreisbürger. Neufahrns Mobilitätsbeauftragter, Gemeinderat Florian Pflügler, lobte, dass damit „die Mobilität in der Region weiter verstärkt“ werde.
Sechs hart umkämpfte Entscheidungsprozesse waren nötig
Heilmeier dankte neben dem MVV und dem im Landratsamt zuständigen Sachgebiet ÖPNV und Schülerbeförderung explizit „den politisch Verantwortlichen in Kreis und Gemeinde“. Da sei man hinsichtlich der verschiedenen Beförderungsbedürfnisse und -interessen ein gutes Stück weitergekommen, drückte der Landrat seine Zufriedenheit am Erreichten aus und entrichtete seinen „Glückwunsch an die kommunale Demokratie, die dieses partei- und landkreisübergreifende Ergebnis ermöglicht hat“. Trotz manch notwendiger Sparmaßnahmen habe man „bei dieser substantiellen Aufgabe nicht den Rotstift angesetzt“. Insgesamt sechs unterschiedliche, teils hart umkämpfte Entscheidungsprozesse auf Kreisebene in Freising und Dachau und in den betroffenen Kommunen hätten an der Einführung mitgewirkt, „ein Beispiel für eine erfolgreiche interkommunale Zusammenarbeit“.
„An Bord“ gab es sogar Kaffee, den der Landrat persönlich ausschenkte. Ein Service, der – leider – den zukünftigen Fahrgästen verwehrt bleiben wird, wie bei dieser besonderen Kaffeefahrt mit Schmunzeln angemerkt wurde.