Peißenberg gegen Schweinfurt „mit vielen falschen Entscheidungen“

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Schon wieder zu Boden gegangen: Die Peißenberger (in Schwarz, hier Weiland Parrish) konnten gegen Schweinfurt ihren Abwärtstrend nicht stoppen. © Roland Halmel

Ein Team, das sich zeitweise im Panikmodus befindet. So jedenfalls sah Peißenbergs Coach Markus Schröder seine Mannen im Heimspiel gegen Schweinfurt.

Die Hoffnung bei den Peißenberg Miners war groß, dass es nach dem 8:1-Kantersieg Anfang November gegen den Tabellenführer EHC Königsbrunn bergauf gehen würde. Sie erfüllte sich jedoch nicht. In den folgenden acht Partien holten die Miners nur zwei Punkte, was Coach Andreas Becher den Job kostete.

Peißenbergs letztjährige Topscorer haben Ladehemmung

Die Gründe für die Misere, die sich auch im Heimspiel gegen den ERV Schweinfurt fortsetzte, sind vielfältig. Einer liegt auf jeden Fall in der Ladehemmung der letztjährigen Topscorer. Dejan Vogl und Ryan Murphy. Beide kamen nach besagter Königsbrunn-Partie nur noch auf jeweils zwei Treffer. Auch die Trennung der beiden Stürmer, die zuvor in einer Reihe stürmten, brachte keine Besserung.

Miners-Coach beklagt Zweikampfschwäche seiner Mannschaft

„Wir haben zu viele schlechte Entscheidungen getroffen“, machte Peißenbergs neuer Coach Markus Schröder die zehnte Saisonniederlage aber nicht an seinem Stürmerduo, sondern an der ganzen Mannschaft fest. „Nach dem Rückstand im zweiten Drittel ist Panik ausgebrochen. Im eigenen Drittel haben wir so gut wie keine Zweikämpfe gewonnen“, zeigte sich Schröder konsterniert.

Nach dem Führungstreffer geht‘s für Peißenberg bergab

Dessen Team erwischte, wie schon oft in den vergangenen Spielen, einen guten Start. Der frühe Führungstreffer durch einen Distanzschuss von Jonas Lautenbacher (3.) brachte aber nur wenig Sicherheit. Innerhalb von nur 37 Sekunden schnürten die Gäste einen Doppelpack (5., 6.). Nach dem 2:2 durch Weiland Parrish (14.) hofften die Miners-Fans vergeblich auf Besserung. Kurz vor der Drittelsirene ging Schweinfurt erneut in Führung (20.).

Peißenberg lädt mit kapitalen Fehlern den Gegner zum Toreschießen ein

Im Mittelabschnitt machten es die Hausherren den ERV-Stürmern mit kapitalen Scheibenverlusten im eigenen Drittel leicht, zwei weitere Treffer zum 2:4 (24.) und 2:5 (26.) nachzulegen. Miners-Coach Schröder versuchte danach, mit einer Auszeit sein Team wieder in die Spur zu bekommen. Das gelang aber nur bedingt. Erst im Schlussdrittel musste er sich zweimal gegen Kevin Heckenberger (43., 54.) geschlagen geben. Marius Klein betrieb mit 3:7 lediglich noch etwas Ergebniskosmetik (55.).

Statistik

Peißenberg Miners - ERV Schweinfurt 3:7 (2:3, 0:2, 1:2)
1. Drittel: 1:0 (2:58) Lautenbacher (Klein, Murphy), 1:1 (4:38) Pohl (Kleider,Zheltakov), 1:2 (5:15) Donins (Zheltakov, Cermak), 2:2 (13:47) Parrish (Murphy), 2:3 (19:42) Dana (Heckenberger, Diel). 2. Drittel: 2:4 (23:52) Cermak (Zheltakov, Pohl), 2:5 (25:38) Melchior (Adam, Krumpe). 3. Drittel: 2:6 (42:20) Heckenberger (Freibert, Asmus), 2:7 (53:04) Heckenberger (Dana, Krumpe/4-3), 3:7 (54:58) Klein Murphy, Lautenbacher/5-4). Strafminuten: Peißenberg 20, Schweinfurt 14 + 5 für Adam (Unkorrekter Körperangriff). Zuschauer: 708