Die Gemeinde hat keine Einwände: In einem Waldstück am Grasberg in Hartpenning kann eine große Freiflächen-Photovoltaik-Anlage entstehen. Um das Projekt aufs Gleis zu setzen, ist ein vorhabenbezogener Bebauungsplan nötig.
Holzkirchen – Viele Jahre war am Grasberg ein Golfplatz geplant gewesen. Doch daraus wurde nichts. Nun soll dort Sonnenstrom erzeugt werden. Geplant ist eine PV-Anlage mit Batteriespeicher. Durch langfristige Pachtverträge soll eine Nutzungsdauer von 30 Jahren gesichert werden, berichtete eine Rathausmitarbeiterin in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses. Die insgesamt drei Flächen sind zusammen knapp 14 Hektar groß und weitgehend erschlossen. Grundsätzlich genieße das im Außenbereich liegende Vorhaben laut Baugesetzbuch eine Privilegierung. „Aber es ist zu groß, daher brauchen wir einen Bebauungsplan“, erklärte die Verwaltungsmitarbeiterin dem Gremium.
Martin Taubenberger (FWG) wollte wissen, ob es sich bei dem Solarpark um eine Agri-PV-Anlage handle. Diese Form der Energiegewinnung ermöglicht gleichzeitig eine landwirtschaftliche Nutzung der überbauten Fläche. „Das wäre mir lieber“, meinte Taubenberger. Sein Fraktionskollege Hubert Müller stieß ins gleiche Horn. Auch Robert Wiechmann (Grüne) erschien das sinnvoller. Doch dazu hatte die Verwaltung keine näheren Informationen vorliegen. Wiechmann bat darum, im Verfahren Abstandsflächen zu berücksichtigen. „Das ist rund um von Wald umgeben“, sagte der Gemeinderat. „Nicht, dass der Wald zurückweichen muss.“
Einmütig beschloss der Bauausschuss die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans. Gleichzeitig votierte das Gremium für eine notwendige Änderung des Flächennutzungsplans. Für Verfahren und Erstellung der Unterlagen soll der Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum beauftragt werden.