Müllgebühren verdoppeln sich – wegen steigender CO₂-Kosten
In Egmating steigen die Müllgebühren drastisch an. Die kleine Restmülltonne kostet künftig 338 statt 174 Euro pro Jahr.
Egmating – Wie in so vielen Landkreiskommunen werden im kommenden Jahr auch in Egmating die Müllgebühren deutlich teurer. In seiner jüngsten Sitzung musste der Gemeinderat die Kosten für Rest- und Biomülltonnen aus gleich mehreren Gründen nach oben hin anpassen, erklärt Bürgermeisterin Inge Heiler.
Müllgebühren in vielen Kommunen Bayerns steigen
Zum einen mache sich der erhebliche Preisanstieg in der Entsorgungsumlage, von bisher 254 Euro auf nun 524 Euro, bemerkbar. „Diese Erhöhung ist auf steigende CO₂- Kosten sowie die Gebühren für die Müllverbrennung zurückzuführen“, sagt Heiler. Zum anderen seien die Kosten für Abfuhrverträge durch Neuausschreibungen oder Vertrags-Anpassungen ebenfalls angestiegen. Zusätzlich müsse das bis dato entstandene Defizit der Gemeinde bei der Müllentsorgung ausgeglichen werden. Denn: „Laut gesetzlicher Vorgabe müssen Müllgebühren die relevanten Kosten decken – ohne auf Steuergelder zurückzugreifen“, erklärt Heiler.
Für Egmatinger bedeutet das: Kleine Restmüll- und Biotonnen (80 Liter) kosten künftig 338 Euro statt bisher 174 Euro, für Eigenkompostierer 301 Euro (bisher 162 Euro). Der Preis für 120-Liter-Tonnen beläuft sich auf 507 Euro (bisher 276 Euro), 451 Euro für Eigenkompostierer (bisher 246 Euro). Für eine 240-Liter-Tonne werden 1014 Euro fällig (bisher 552 Euro), Eigenkompostierer müssen dafür 902 Euro bezahlen (bisher 486 Euro). Mit 4649 Euro schlägt künftig die 1100-Liter-Tonne im Geldbeutel nieder (bisher 2400 Euro), Eigenkompostierer kommen mit 4134 Euro etwas günstiger davon (bisher 2136 Euro).
Wichtig ist der Bürgermeisterin aber zu betonen, dass bei den Gebühren weitere Leistungen, unter anderem die Sammlung von Gartenabfällen, Elektroschrott, Problemabfällen, Altpapier sowie der Betrieb der Wertstoffhöfe, mit inbegriffen sind. Und, um dem Trend der steigenden Müllgebühren im Ebersberger Land entgegenzuwirken, werde auf Landkreisebene bereits nach Lösungen gesucht. Zur Debatte stehe etwa, bestimmte Abfallthemen nicht mehr kommunal zu verwalten, sondern ans Landratsamt abzugeben. Ein erster Schritt dazu wurde bereits unternommen: Ab Januar wird die Abfallwirtschaft an die Gesellschaft AVIVE übergeben. Der erhoffte Vorteil: eine kostengünstige, flexible und effiziente Müllentsorgung.