Panik im überfüllten Gästeblock: Auch Ausschreitungen im eigenen Fanblock überschatten den Sieg des TSV 1860 in Ulm.
Ulm – Erst die zwölf Protestminuten der aktiven Fanszenen, anschließend ein medizinischer Notfall auf der Tribüne: So richtig Stimmung wollte beim 1:0-Auswärtssieg der Löwen in Ulm nicht aufkommen – zumindest keine positive. Im rappelvollen Gästeblock im Donaustadion kam es nach Informationen unserer Zeitung noch zu weiteren unschönen Momenten.
Überfüllter Gästeblock: Fans des TSV 1860 München prügeln sich in Ulm
Die Enge im Fanblock sorgte dafür, dass mehrere Zuschauer in Panik verfielen. Auslöser war wohl ein permanentes Drängeln im ausverkauften Stehbereich des Ulmer Donaustadions. Als einige Fans mit deutlichen Worten darum baten, dies zu unterlassen, kam es zu mehreren Handgreiflichkeiten – unter Löwen-Fans wohlgemerkt. Eine offizielle Stellungnahme des TSV 1860 gab es bislang zu den Vorfällen nicht.
Der medizinische Notfall auf der Tribüne trug zur ohnehin angespannten Atmosphäre bei. Die Kombination aus den Protestaktionen zu Spielbeginn, den Handgreiflichkeiten im Fanblock und dem gesundheitlichen Zwischenfall sorgte dafür, dass der sportliche Erfolg der Mannschaft in den Hintergrund rückte.
Aktive Fanszene protestiert gegen verschärfte Sicherheitsmaßnahmen
Zur Info: Die zwölfminütige Protestaktion beider Fanlager zu Spielbeginn war Teil bundesweiter Demonstrationen der organisierten Fanszene gegen geplante Verschärfungen der Sicherheitsmaßnahmen im Fußballstadion. Besonders umstritten sind die Diskussionen über verpflichtende personalisierte Eintrittskarten, den Einsatz von Gesichtserkennungstechnologie zur Überwachung und schärfere Regelungen bei Stadionverboten.
Die Maßnahmen sollen bei der Innenministerkonferenz (IMK) vom 3. bis 5. Dezember in Bremen diskutiert werden. Die aktiven Fanszenen protestieren gegen das aus ihrer Sicht überzogene Maßnahmenpaket und haben angekündigt, den Druck bis zur Konferenz aufrechtzuerhalten.