Als die Schüsse am Bondi Beach fielen, rannten Hunderte um ihr Leben. Ein Mann tat das Gegenteil: Der 43-jährige Ahmed al Ahmed. Die Szene, wie der Passant während des Anschlags einen der Schützen überrascht und entwaffnet, ist gefilmt worden.
Der Mann sprang dem Angreifer zunächst von hinten auf den Rücken. Nach einem kurzen Gerangel nahm er ihm das Gewehr ab. Der mutmaßliche Täter, der zuvor noch um sich geschossen hatte, entkam hinkend. In australischen Medien wird der Passant als „Held“ gefeiert.
Mehrere Operationen nach Schüssen in Arm und Hand
Ahmed wurde bei seinem Eingreifen selbst schwer verletzt. Kugeln trafen seinen Arm und seine Hand. Im St George Hospital im Sydneyer Vorort Kogarah wurde er inzwischen operiert.
„Er hat die erste Operation hinter sich. Ich glaube, es werden zwei oder drei, je nachdem, was der Arzt sagt“, sagte sein Cousin laut „Reuters“. Seine Familie beschreibt ihn als erschöpft, aber kämpferisch.
„Echter Held“: Lob aus aller Welt
Die Bilder von Ahmeds Tat verbreiten sich weltweit. Chris Minns, Premier des Bundesstaates New South Wales, nennt ihn einen „echten Helden“. Das Video sei „die unglaublichste Szene, die ich je gesehen habe“, so Minns laut „Reuters“.
Auch von außerhalb Australiens kommt Anerkennung. Das sei „eine sehr, sehr mutige Person“, sagte US-Präsident Donald Trump bei einer Weihnachtsansprache laut dpa. Der Mann habe vielen Menschen das Leben gerettet. Trump verurteilte den Anschlag - wie die australischen Behörden - als antisemitisch.