In Wien sorgt eine drastische Mieterhöhung in einem Gemeindebau für große Empörung. Die Bewohner des betroffenen Gebäudes protestieren gegen die Entscheidung, durch die sich ihre monatlichen Mietkosten um bis zu 400 Euro erhöhen werden. Mehrere Mieter haben sich zusammengeschlossen, um gegen die Erhöhung vorzugehen, die viele von ihnen finanziell stark belastet.
„Das ist einfach nicht tragbar“, erklärte eine Bewohnerin gegenüber "Heute". "Wir leben hier, weil wir uns keine teuren Wohnungen leisten können. Diese Erhöhung bringt viele von uns an unsere Grenzen.“
Mieten plötzlich 400 Euro höher: Bewohner haben Angst
Die Stimmung im Gemeindebau sei "unsicher" und die Bewohner hätten Angst. Die Stadt Wien, die für den Gemeindebau verantwortlich ist, verteidigt die Maßnahme mit gestiegenen Betriebskosten und notwendigen Modernisierungen.
Grund für die drastische Erhöhung sei laut "Heute" die ausgelaufene Wohnbauförderung. Laut dem Mieter-Beirat sind angeblich insgesamt 56 Gemeindebauten in Wien von solchen Mieterhöhungen nach Auslaufen der Wohnbauförderung betroffen.
So kann man sich gegen Mieterhöhungen wehren
Wenn plötzlich eine Mieterhöhung ins Haus flattert, sollte man innerhalb von zwei Monaten schriftlich Widerspruch einlegen und die Begründung der Erhöhung sorgfältig prüfen. Dabei ist es wichtig, die angegebenen Gründe wie die ortsübliche Vergleichsmiete, den Mietspiegel oder Modernisierungsmaßnahmen genau zu analysieren.
Bei Unklarheiten kann es hilfreich sein, sich an einen Mieterverein oder einen Anwalt zu wenden, um rechtliche Unterstützung zu erhalten. Entscheidend sind die Einhaltung der Fristen – zwei Monate für den Widerspruch und drei Monate für eine mögliche Klage des Vermieters – sowie eine formal korrekte und gut begründete Argumentation, um die Mieterhöhung rechtlich anzufechten.