Ski-Superstar stürzt im Training schwer und muss um Olympia bangen

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57 Tage vor den Olympischen Spielen erlitt ein Ski-Superstar einen schweren Trainingssturz und muss jetzt um die Teilnahme am Saison-Highlight bangen.

St. Moritz – Der nächste große Schreckmoment für das Schweizer Ski-Team: Im Training vor der Abfahrt am Freitagvormittag (10.15 Uhr) stürzte die Schweizerin Michelle Gisin heftig – womöglich sogar folgenschwer. Die Olympia-Teilnahme für die zweifache Olympiasiegerin in der Alpinen Kombination könnte in großer Gefahr sein.

Michelle Gisin musste mit dem Helikopter ins Krankenhaus gebracht werden.
Michelle Gisin musste mit dem Helikopter ins Krankenhaus gebracht werden. © Jean-Christophe Bott/picture alliance

Bei hoher Geschwindigkeit verschnitt die 32-Jährige im unteren Drittel ihre Skier und schlitterte mit vollem Tempo in die Fangnetze. Rund eine halbe Stunde musste Gisin dort versorgt werden, ehe sie per Helikopter in ein Krankenhaus gebracht werden konnte. Die Befürchtung bei Betrachtung der Bilder: eine schlimmere Verletzung am Knie – nicht zum ersten Mal in der Karriere der Schweizerin.

Lazarett im Schweizer Ski-Team wird immer größer

Bereits mit 17 Jahren hatte sich Gisin das Kreuzband im rechten Knie gerissen und auch 2019 musste sie sich aufgrund eines beschädigten Knorpels und einer Kreuzbandzerrung unters Messer legen. Wie es für die 32-Jährige weiter geht, ist noch unklar, eine Diagnose steht noch aus. Einen kleinen Lichtblick konnte der Cheftrainer der Schweizer Damen Beat Tschuor dennoch gegenüber dem Schweizer Blick verkünden.

„Sie war auf der Strecke ansprechbar, das ist wichtig! Auch das Genick und der Rücken sind in Ordnung“, gab der Trainer Einblick in den Zustand des Ski-Stars. Allerdings musste er auch anfügen: „Das linke Knie hat nachgegeben. Betroffen ist auch der rechte Arm, offenbar das Handgelenk. Ich kann allerdings nicht sagen, wie schwer die Verletzung ist.“ So bleibt noch die Hoffnung, dass Gisin glimpflich davon gekommen ist.

In 57 Tagen starten bereits die Winterspiele in Mailand und Cortina d‘Ampezzo. Bei einer schlimmeren Verletzung müsste das Schweizer Ski-Team den Ausfall seines nächsten Superstars verkraften. Erst Ende November hatte sich die Speed-Expertin Lara Gut-Behrami schwer verletzt. Die 34-Jährige riss sich das Kreuz- sowie Innenband und den Meniskus. Und auch in der Vorwoche war das Schweizer Speed-Team nicht von schlechten Nachrichten verschont geblieben.

Bei einem Sturz - ebenfalls in St. Moritz - hatte sich bereits Mannschaftskollegin Corinne Suter verletzt. Glücklicherweise muss die 31-Jährige nur für rund einen Monat pausieren. „Eine solche Serie mag niemand. Es sind alles sehr gute und sehr austrainierte Athletinnen, wir müssen damit aber umgehen. Leider gehört das zum Sport dazu“, konstatierte Tschuor zur Verletzungsmisere. (mw)

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