Mann beleidigt Ruth Moschner im Internet – jetzt muss er hunderte von Euro zahlen

Ruth Moschner wurde im Internet beleidigt – und das hat nun Konsequenzen. Wie die Moderatorin auf ihrem Instagram-Profil mitteilt, hat ihre Anzeige Früchte getragen. Der Mann, der üble Worte an sie richtete, muss nun eine Strafe zahlen.

Ruth Moschner erhält 750 Euro nach Anzeige wegen Beleidigung

"Soviel zum Thema Anzeige ist raus", beginnt Ruth Moschner, die kürzlich eine Kinder-Debatte auslöste, ihren jüngsten Beitrag auf Instagram. Dazu teilt sie ein Bild von einem Strafbefehl – die persönlichen Daten sind mit Emojis bedeckt. Gemeinsam mit HateAid, einem gemeinnützigen Unternehmen, das Beratung und Unterstützung von Betroffenen von Online-Hassrede und Hasskommentaren anbietet, ist sie gegen einen Mann vorgegangen. Dieser hat sie im Internet beleidigt.

Das Urteil: Geldstrafe, 30 Tagessätze zu je 25 Euro, also insgesamt 750 Euro. Zudem muss der Mann die Kosten des Verfahrens tragen. Der Mann hatte auf Moschner auf ihrer Facebook-Seite sexistisch beleidigt.

Ruth Moschner kritisiert System hinter Hasskommentaren

"Dennoch jedes Mal ein Kraftakt", schreibt Moschner, die zu viel Reichtum kritisch sieht, weiter. Sie habe 14 Monate auf das Urteil gewartet. Sie endet mit einem deutlichen Fazit: "Im Club kriegste einfach direkt Hausverbot. Das muss künftig schneller und einfacher gehen. Die Netzwerke verdienen mit diesem Hass Geld. Das ist einfach falsch!"

Ruth Moschner ist eine bekannte deutsche TV-Moderatorin.
Ruth Moschner ist eine bekannte deutsche TV-Moderatorin. IMAGO / Panama Pictures

Allein auf Instagram folgen der Moderatorin rund 373.000 Menschen. Immer wieder begegnet ihr Hass im Internet. So war Ruth Moschner etwa nach ihrem Auftritt in einer RTL-Politsendung heftigen Beschimpfungen ausgesetzt. Schon damals deutete sie an, dagegen juristisch vorzugehen.