ESC-Direktor wendet sich an Fans: „Wir hören euch“ – offener Brief nach Boykott-Welle

  1. Startseite
  2. Stars & TV

Kommentare

Nach dem Rückzug von fünf Ländern wendet sich der Eurovision-Direktor direkt an die ESC-Fans. Sein Versprechen könnte den Wettbewerb verändern.

Wien – Die Boykott-Welle beim ESC rollt weiter – und nun meldet sich Martin Green zu Wort. Der Direktor des Eurovision Song Contest veröffentlicht einen offenen Brief an die Fans, nur einen Tag nachdem Island als fünftes Land seine Teilnahme am ESC 2026 abgesagt hat. In dem emotionalen Schreiben geht Green auf die vergangenen Monate und den Streit um Israels Teilnahme am Wettbewerb ein.

ESC Eurovision Song Contest 2025 in Basel: Yuval Raphael.
Schon beim Eurovision Song Contest in diesem Jahr hatte es Proteste gegen Israels Teilnahme (hier Sängerin Yuval Raphael) gegeben. © IMAGO/MANDOGA MEDIA

Wie unter anderem esc-kompakt.de berichtet, heißt es in dem offenen Brief: „Einige von euch haben uns geschrieben, sich öffentlich geäußert oder Wut und Schmerz darüber ausgedrückt, was sie als Schweigen angesichts einer Tragödie empfinden. Ich möchte sagen: Wir hören euch.“ Der ESC-Direktor wissen auch, „dass ihr sehr bewegt seid von den Ereignissen im Nahen Osten und davon, wie diese Realitäten mit dem Eurovision Song Contest zusammenhängen“.

ESC-Direktor verspricht strengere Regelkonformität für ESC 2026

Der Eurovision Song Contest könne „Menschen nur dann weiterhin zusammenbringen, wenn wir uns in erster Linie von unseren Regeln leiten lassen“. Zusätzlich wendet sich Martin Green besonders an die Fans in Irland, Island, den Niederlanden, Slowenien und Spanien – jenen fünf Ländern, die dem ESC 2026 fernbleiben wollen. Ihre Sender hätten „eine Entscheidung getroffen, die für sie richtig war, und sie haben mit großer Würde zur Debatte beigetragen“, erklärt er.

In den sozialen Medien wird bereits über den Brief lautstark diskutiert. „Das Ding ist durch“, schreibt ein ESC-Fan auf Instagram, während ein anderer Zuschauer findet: „Die Situation ist so aufgeheizt, dass jede Entscheidung in dieser Sache einer politischen Stellungnahme gleich kommt. Das Märchen vom unpolitischen ESC zieht in der aktuellen Weltlage nicht mehr.“ Ein anderer Kommentar lautet: „Ich verstehe, was er meint. Ich sehe trotzdem viele Unruhe auf uns zukommen“ – während ein ESC-Fan etwas deutlicher wird: „Solange das Israel Thema nicht begraben ist, werde ich nicht mehr zum ESC fahren.“

Die Europäische Rundfunkunion (EBU) wisse, dass viele Fans sich eine klare Positionierung zu geopolitischen Ereignissen wünschten, räumt Green ein. Doch der ESC könne nur dann Menschen zusammenbringen, „wenn wir uns in erster Linie von unseren Regeln leiten lassen“. Mit Blick auf den ESC 2026 in Wien verspricht der Direktor, dass die EBU sicherstellen werde, dass alle teilnehmenden Sender die Wettbewerbsregeln respektieren: „Falls sie das nicht tun, habt ihr mein persönliches Versprechen: Wir werden es nicht tolerieren und klar benennen.“ Die Regeln für den kommenden ESC hatten sich geändert, nachdem Manipulationsvorwürfe gegenüber Israel laut geworden waren. Verwendete Quellen: esc-kompakt.de, Instagram/esc_kompakt

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/boulevard/esc-boykott-brief-israel-martin-green-fans-schreiben-eurovision-song-contest-zr-94079994.html