„Trauen wir uns doch einfach mal“: FDP will in den Kreistag

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Führen die FDP-Kreistagsliste an: (v. li.) Michael Schwemberger (4), Dagmar Reuter (3) und Simon Roloff (1). Patrick Lechner war nicht anwesend, sondern als Stadtrat bei der Sportlergala in Wolfratshausen. © bib

Simon Roloff will die FDP im Landkreis wieder stark machen. Er setzt auf Digitalisierung und Bürgerbeteiligung. Der Wahltag soll ein Neustart sein.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Simon Roloff aus Bichl ist Spitzenkandidat der FDP für den Kreistag bei den Kommunalwahlen 2026. Einstimmig wurde er von den neun anwesenden Parteikollegen in der Bad Heilbrunner „Reindlschmiede“ gewählt. Auf Platz zwei steht Patrick Lechner, der auch im Wolfratshausner Stadtrat sitzt und sich dort für das Amt des Bürgermeisters bewirbt. Platz drei belegt Dagmar Reuter (66) aus Geretsried, deren Familie nach ihren Worten schon immer sehr an der Politik der Liberalen orientiert war. Bereits ihr Vater sei bei der FDP gewesen, ebenso ihr Sohn Daniel Reuter. Dieser war selbst einmal Kreisvorsitzender und Bezirksrat und fungierte bei der Aufstellungsversammlung als Wahlleiter. Auf Platz vier steht Michael Schwemberger aus Lenggries (23).

Die FDP-Kandidaten

1. Simon Roloff, Bichl 2. Patrick Lechner, Wolfratshausen 3. Dagmar Reuter, Geretsried 4. Michael Schwemberger, Lenggries 5. Julian Strote, Icking 6. Volker Jungebluth, Wolfratshausen 7. Stephanie Lorenz, Wolfratshausen 8. Torsten Mohr, Geretsried 9. Jens Müller, Kochel 10. Christian Bertl, Bad Tölz 11. Gabriele Mayer, Bad Tölz 12. Peter Flemming, Wolfratshausen 13. Brandon Morrell, Wolfratshausen 14. Felix Oßwald, Geretsried 15. Horst Draudt, Lenggries 16. Lothar Bily, Benediktbeuern 17. Armin Prokscha, Geretsried 18. Frank Dierkes, Gaibach 19. Simeon Reiter, Geretsried 20. Dominik Hasch, Wolfratshausen 21. Gerd Roloff, Bichl 22. Stefanie Lechner, Wolfratshausen 23. Andreas Reuter, Geretsried.

Da insgesamt nur 23 Kandidaten für die Liberalen antreten und es auch keine Ersatzkandidaten gibt, einigte man sich darauf, Personen mehrfach aufzuführen. „Sonst verfallen die Stimmen, und das wäre schade“, erklärte Reuter. Die Nennung werde von oben nach unten erfolgen, die ersten auf der Liste werden dreifach genannt, die hinteren zwei- oder einfach.

Nur 23 Kandidaten der Liberalen treten an

Die FDP blieb zuletzt bei allen Wahlen (Landtag, Bundestag und Europa) unter der Fünf-Prozent-Hürde. Um überhaupt zur Wahl antreten zu können, müssen die Liberalen bis zum 19. Januar im Landkreis 385 Unterstützer-Unterschriften sammeln. „Eine große Verantwortung, der wir uns mutig stellen müssen“, sagte Roloff. Er selbst jedenfalls werde in den nächsten Wochen auf „jedem Dorfplatz sein“ und die „Werbetrommel rühren“.

Ziel sei es die FDP wieder stark zu machen, betonte der 23-jährige Betriebswirt, der sich vor allem für eine starke Wirtschaft, Digitalisierung und die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs einsetzt. Zum Beispiel sollten auch digitale Kreistagssitzungen möglich sein, ähnlich wie es in Starnberg der Fall ist. Dann würde man auch wieder mehr Menschen erreichen, die sich politisch engagieren wollen. Auch Live-Streams für die Bürgerbeteiligung hält Roloff für sinnvoll. „Trauen wir uns doch einfach mal.“ Den Wahltag 8. März sieht er als Signal für „einen Neustart für die freie Demokratie.“ (Birgit Botzenhart)

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/lokales/bad-toelz/bichl-ort28398/trauen-wir-uns-doch-einfach-mal-fdp-will-in-den-kreistag-94078052.html