Nächste Absage für ESC in Wien: Auch dieses Land zieht sich vom Wettbewerb zurück

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Die Boykott-Welle rollt weiter: Nach Spanien, Irland, den Niederlanden und Slowenien verkündet nun ein weiteres Land die Absage für den ESC 2026 in Wien.

Wien – Der Eurovision Song Contest 2026 gerät immer mehr in Bedrängnis. Island reiht sich als fünftes Land in die Boykott-Bewegung ein. Der isländische Sender RÚV gibt am Mittwochabend (10. Dezember) bekannt, nicht am ESC teilzunehmen. Die Entscheidung fiel nur wenige Stunden vor Ablauf der Teilnahmefrist, wie unter anderem BBC News berichtet.

Die Boykott-Welle rollt weiter: Nach Spanien, Irland, den Niederlanden und Slowenien verkündet nun ein weiteres Land die Absage für den ESC 2026 in Wien. © SWR

Stefán Eiríksson, Generaldirektor von RÚV, begründet den Schritt mit Israels ESC-Teilnahme. Diese verursache eine „Unstimmigkeit zwischen EBU-Mitgliedern und in der Öffentlichkeit“, erklärt er. Bereits zuvor hatte Island angedeutet, dem ESC fernbleiben zu wollen. Die endgültige Entscheidung traf der Vorstand des Senders in Reykjavik. Für die Isländer, die als große ESC-Fans gelten, ist dies ein bedeutender Schritt.

ESC 2026 in Wien gerät durch Boykott-Welle unter Druck – Island folgt Spanien und Irland

Die Europäische Rundfunkunion hatte zuvor bei einem Gipfel in Genf entschieden, dass alle Länder am ESC teilnehmen dürfen, die dies wünschen – einschließlich Israel. Spanien, eines der „Big Five“-Länder, die den ESC mitfinanzieren, hatte eine Abstimmung über Israels Teilnahme beantragt – allerdings ohne Erfolg. José Pablo López (47), Präsident des spanischen Senders RTVE, erklärte, die Entscheidung bestätige, dass es sich beim Eurovision Song Contest nicht um einen Musikwettbewerb handele, sondern um ein „Festival, das von geopolitischen Interessen dominiert werde“. Kurz darauf folgten die ESC-Absagen von Irland, den Niederlanden und Slowenien.

Die Kritik an der Teilnahme entzündet sich am israelischen Vorgehen im Gazastreifen. Golan Yochpaz, Generaldirektor des israelischen Senders Kan, kritisierte die Entwicklungen scharf. In einem Sitzungsprotokoll, das der Sender veröffentlichte, warnte er: „Ein Boykott mag heute bei Israel beginnen, doch niemand weiß, wo er endet und wen er künftig treffen wird.“ Weiter fragte Yochpaz: „Ist das wirklich das, woran man sich beim 70. Eurovision erinnern soll?“

2025 belegte Israel mit Sängerin Yuval Raphael den zweiten Platz. Seitdem werden immer wieder Manipulationsvorwürfe laut – weshalb härtere ESC-Regeln beschlossen wurden, wovon einige auch die Zuschauer betreffen. Verwendete Quellen: bbc.com, dpa, t-online.de, zeit.de

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