Im Showgeschäft geraten Künstler regelmäßig an ihre Grenzen. Auch eine Größe des deutschsprachigen Schlagers kämpfte vor Jahren gegen einen Burnout.
Schweiz – 2013 gewann sie „Deutschland sucht den Superstar“ und seitdem gehört sie mit acht erfolgreichen Studioalben zu den gefragtesten Schlager-Acts im deutschsprachigen Raum: Beatrice Egli (37) kann sich über den Verlauf ihrer Karriere eigentlich nicht beschweren. Dennoch hatte die Sängerin vor einigen Jahren mit starken Erschöpfungserscheinungen zu kämpfen.
Wie sie bereits vor längerer Zeit in verschiedenen Interviews bestätigte, stand Egli damals kurz vor einem Burnout. „Ich hatte 2018 einen Moment, wo ich körperlich an meine Grenzen kam und stoppen musste. Das hat mich sehr verändert und seither lebe ich viel bewusster. Wenn man etwas sehr liebt, vergisst man sich schnell dabei“, gab sie bereits 2023 im Gespräch mit krone.at zu.
Sie hat bewusst an sich gearbeitet: Beatrice Egli wollte sich nicht unterkriegen lassen
Vor etwa zwei Jahren trennte sich Egli außerdem von ihrem bisherigen Team und begann, mit ganz anderen Produzenten eine neue musikalische Richtung einzuschlagen. Dass sie diesen mutigen Schritt nach ihrem Beinahe-Burnout wagte, kam nicht von ungefähr: Die „Mein Herz“-Interpretin hatte an sich gearbeitet und einige Verhaltensweisen abgelegt, um sich nicht länger stressen zu müssen.
In der neuesten Ausgabe von Das Neue verriet Egli über ihre neue Herangehensweise: „Meinen Perfektionismus habe ich mittlerweile ein Stück weit abgelegt. Ich bin auch nicht mehr dieselbe Person wie damals. Ich bin gewachsen, habe heute ein anderes Bewusstsein für das, was ich tue und wie ich es lebe.“ Dazu gehörte auch, dass Beatrice Egli einen Umgang mit ihren Ängsten fand.
Denn noch viele Jahre nach ihrem Durchbruch hatte die Schlagersängerin Angst, dass ihre Karriere jeden Moment wieder vorbei sein könnte. „Ich dachte immer: noch ein Jahr, dann ist Schluss. Noch zwei Jahre, dann ist es vorbei. Diese Angst hat mich lange bestimmt. Irgendwann aber kam der Punkt, an dem ich mir sagte: Egal, ob es weitergeht oder nicht, ich muss jetzt meinen eigenen Weg gehen – sonst verliere ich mich“, so Egli im Interview. Verwendete Quellen: krone.at, Das Neue (45/2025)