RB-Sportchef nach TSG-Pleite verwundert: „Kenne ich so nicht von uns“

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RB Leipzig verliert nach acht Spielen ohne Niederlage mit 1:3 gegen Hoffenheim. Während Marcel Schäfer die Spielweise überrascht, bleibt Ridle Baku optimistisch.

Sinsheim – Nach RB Leipzigs 1:3-Niederlage gegen die TSG Hoffenheim am 10. Spieltag sprach RB-Sportchef Klartext bezüglich der Leistung seiner Leipziger. Auch Ridle Baku fand nach dem „extrem ärgerlichen“ Punktverlust die richtigen Worte.

Ridle Baku musste in Sinsheim seine zweite Saisonniederlage mit RB Leipzig einstecken.
Ridle Baku musste in Sinsheim seine zweite Saisonniederlage mit RB Leipzig einstecken. © IMAGO/Roger Petzsche

Erstmals nach acht Spielen in Folge ohne Niederlage ließen die Roten Bullen wieder Punkte liegen. Dass der Tag kommen würde, war zu erwarten. Auch Chefcoach Ole Werner hatte dieses Szenario in mehreren Pressekonferenzen immer wieder angekündigt. Gegen Hoffenheim war es so weit. Über 90 Minuten schafften es die Sachsen nie vollständig, den Zugriff auf das Spiel zu erhalten und im Gegensatz zu Partien wie beim 6:0 gegen Augsburg wurden die Abwehrfehler ausgenutzt.

Eine Niederlage, bei der das „Wie“ schlimmer hätte ausfallen können und trotzdem ließ Marcel Schäfer seine Unzufriedenheit klar durchblicken: „Wir wollten vor der Länderspielpause Fahrt aufnehmen. Dafür braucht man eine Topleistung auf jeder Position, in jedem Mannschaftsteil und auch insgesamt als Mannschaft und da muss man ehrlich sein, das haben wir heute nicht hinbekommen.“

Schäfer verwundert, Baku zuversichtlich

Was den 41-Jährigen vor allem ärgerte: „Man kann nicht sagen, dass Hoffenheim deutlich besser war.“ Genau aus diesem Grund müsse man sich hinterfragen, warum die drei Gegentore zustande kommen konnten: „Da haben wir auch unser Zutun und das darf uns so in der Form nicht passieren.“ Ob der eher reaktiven Spielweise gegen die Hoffenheimer wirkte er überrascht: „Das kenne ich so nicht von uns, das können wir auch nicht, das wollen wir auch nicht.“

Auf die zuletzt zumindest auf dem Papier stabile Defensive angesprochen, stellte Schäfer klar: „Ganz so sattelfest waren wir auch in den letzten Wochen nicht, da haben wir uns hier und da auch mal bei Peter Gulacsi bedanken dürfen.“

Auch Ridle Baku sprach die Mängel ohne Umschweife an: „Extrem ärgerlich. Klar wussten wir, dass Hoffenheim eine sehr gute Phase hat, eine sehr gute Mannschaft ist. Wir haben es nie so wirklich nach dem 1:0 geschafft, das Spiel zu kontrollieren. Die Hoffenheimer sind dann auch direkt zurückgekommen und schlussendlich muss man schon sagen, dass wir heute verdient verloren haben.“

Der Rechtsverteidiger weiter: „In den vergangenen Spielen haben wir gezeigt, wie effektiv wir sind, siehe Augsburg. Da haben wir gefühlt aus jeder Chance ein Tor gemacht. Heute nicht und das ist vielleicht ein Stück weit das, was uns vielleicht noch fehlt, um eine absolute Topmannschaft zu sein – vielleicht einen Zähler mit nach Hause zu nehmen, auch wenn es kein gutes Spiel für uns war.“

Dennoch malte der 27-Jährige, für den es nun gemeinsam mit David Raum zur Nationalmannschaft geht, auch nicht den Teufel an die Wand: „Ich glaube, das wird uns jetzt nicht groß umwerfen. Da gibt es Dinge, die wir aufarbeiten können und ich denke, dass wir trotzdem eine sehr sehr gute Entwicklung aktuell machen.“