Politisch dirigieren

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Aufbruchsstimmung bei der Emmeringer Bürgergemeinschaft. © Kürzl

Die Emmeringer Bürgergemeinschaft hat Ulrich Wiltawsky einstimmig als Bürgermeisterkandidaten aufgestellt. Die EBG will den Rathaussessel zurückerobern und wieder stärkste Fraktion im Gemeinderat werden.

Emmering – Ein älteres Mitglied der Emmeringer Bürgergemeinschaft (EBG) stellte bei der Nominierungsversammlung fest: „So eine Aufbruchstimmung haben wir zuletzt vor 2002 erlebt.“ Die Wahl damals machte Michael Schanderl erstmals zum Bürgermeister. Nun soll Ulrich Wiltawsky den Rathaussessel zurückerobern. Die 48 Mitglieder schickten ihn dazu per einstimmigem Votum ins Rennen.

Der 46-Jährige gab sich selbstbewusst und spielte darauf an, dass er etliche Instrumente spielt: „Eines fehlt mir noch, der Dirigent.“ Im Falle seiner Wahl sollten die Emmeringer wieder besser wissen, was im Rathaus gemacht und geplant wird. Helfen soll außerdem der Slogan, den sich die EBG gegeben hat: „Gemeinsam gestalten jetzt. Emmering kann mehr.“

Hohe Ziele

Sich zurückholen möchte sich die EBG auch den Status als stärkste Fraktion, den sie bis 2014 inne hatte. „Wir wollen wieder zehn Sitze“, gab die Ortsvorsitzende Monika Aumiller als Ziel aus. Das wäre ein Plus von vier Stimmen. Die Kulturreferentin ist seit 2008 im Gemeinderat. Sie bildet mit Fritz Cording, Ottmar Altbauer und Evelin Brauner hinter dem Spitzenkandidaten das Quartett der amtierenden Ratsmitglieder, das Stimmen ziehen soll. Anja Schmölz versucht den Wiedereinzug von Platz 18 aus.

Anne Rösener, die erst seit zwei Jahren in Emmering lebt, machte ihre Motivation für die Kandidatur an der Problematik der Kindergartenplätze fest. „Als ich hierherkam, haben 100 Plätze gefehlt.“ Aus dem Rathaus habe sie nur die Stimmungslage wahrgenommen, dass vieles nicht gehe. Gremiumserfahrung weist von den neuen Kandidaten Erna Kraus-Schreieck auf, die sich in der Umweltvertretung der Gemeinde engagiert.

Abgrenzung von den Freien Wählern

Ein Mitglied mahnte an, dass man die noch nicht so geläufige Bezeichnung EBG unter das Volk bringen und auf die vielen Erfolge als frühere Freie Wähler (FW) verweisen müsse. Doch man habe sich bewusst für die Abgrenzung von den FW entschieden, hieß es. „Wir haben zwar einen neuen Namen, aber wir sind ein altes und eingespieltes Team“, sagte Aumiller. Akzente setzen will man beiden Themen Vereinsarbeit, Wohnraum, Infrastruktur, Kinder/Jugend und Finanzen.

hk

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