Alle Opfer des Lawinenunglücks offenbar aus Bayern - es sind zwei Väter mit ihren Kindern und einer Partnerin

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Alle Opfer des Lawinenunglücks aus Bayern – es sind zwei Väter mit ihren Kindern und einer Partnerin

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Bei einem schrecklichen Lawinenunglück am Ortler in Südtirol kamen am Wochenende fünf Eiskletterer ums Leben. Jetzt sind die Personalien durchgesickert, es handelt sich offenbar um fünf Bayern.

Sulden/Kempten – Der folgenschwere Lawinenabgang ereignete sich am Samstagnachmittag unterhalb des Gipfels der 3545 Meter hohen Vertainspitze. Den Angaben der Bergrettung zufolge waren die Betroffenen in zwei Gruppen unterwegs.

02.11.2025, Italien, Bozen: Mitglieder der Bergrettung warten vor den verschneiten Bergen des Ortler Gebirges auf den Rettungshubschrauber. Nach dem Tod von mindestens drei deutschen Bergsteigern bei einem Lawinenunglück in Südtirol ist die Suche nach zwei Vermissten wieder aufgenommen worden. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Mitglieder der Bergrettung warten vor den verschneiten Bergen des Ortler Gebirges auf den Rettungshubschrauber. Nach dem Tod von mindestens drei deutschen Bergsteigern bei einem Lawinenunglück in Südtirol ist die Suche nach zwei Vermissten wieder aufgenommen worden. © Karl-josef Hildenbrand/dpa

Bei den Opfern handelt sich um Eiskletterer aus Bayerns. Dies bestätigte ein Sprecher der italienischen Finanzpolizei in Bozen der Deutschen Presse-Agentur. stol.it hatte zuvor berichtet. Demnach handelt es sich bei den Opfern um einen 58-Jährigen aus Buchenberg (Oberallgäu), seinen 21-jährigen Sohn und dessen gleichaltrige Freundin aus Lechbruck (Ostallgäu). Ein Mann und seine 17-jährige Tochter waren erst am Sonntag geborgen worden. Sie sollen auch aus Bayern sein. Ihr Feiertagsabstecher nach Italien endete in einer Tragödie.

Lawinenunglück in Südtirol: Alle Toten aus Bayern

Die beiden 50-jährigen Männer, die überlebt haben, setzten den Notruf ab und schwebten nicht in Lebensgefahr. Die 17-Jährige und ihr Vater galten dagegen als vermisst. Aufgrund der aufziehenden Dunkelheit konnten ihre Leichen erst am Sonntag geborgen und ins Tal gebracht werden.

Nordwand gilt als „hochalpine Eistour”

Bei schlechtem Wetter wurden rund 25 Bergretter mit dem Hubschrauber auf den Berg gebracht. Bis zur Unglücksstelle waren es zu Fuß noch einmal zwei Stunden. Zudem gingen die Einsatzkräfte davon aus, dass die Vermissten von der Unglücksstelle aus noch einmal 200 Meter in die Tiefe gestürzt waren. Wärmebildkameras und Drohnen unterstützten die Helfer.

Die Lawinengefahr soll am Samstag nicht besonders hoch gewesen sein. Möglicherweise waren laut Experten starke Verwehungen für das Unglück verantwortlich. Unter Bergsteigern gilt die Nordwand als „hochalpine Eistour”, für die ein Seil und eine komplette Eiskletterausrüstung erforderlich sind. Der Bergrettungschef hat eine Vermutung, was die Lawine ausgelöst haben könnte.