Der Umweltausschuss zog die Interessensbekundung zurück. Bereits 2018 scheiterte ein ähnliches Bike-Sharing-Projekt in Karlsfeld.
Karlsfeld – Die Gemeinde Karlsfeld hat sich gegen die Einführung von einem Leihräder-System entschieden. In der jüngsten Sitzung des Umwelt- und Verkehrsausschusses beschlossen die Mitglieder einstimmig, die Interessensbekundung für das regionale Bike-Sharing-Angebot des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds (MVV) zurückzunehmen. Wie der Leiter des Ordnungsamtes, Günther Rustler, mitteilte, sei das Angebot für Karlsfeld zunehmend unattraktiv geworden, nachdem bereits die Stadt Dachau sowie weitere Gemeinden wie Vierkirchen und Sulzemoos ihr Interesse an dem System verloren hätten.
Unverbindliche Interessenbekundung zurückgezogen
Beim Bike-Sharing – zu Deutsch „Fahrradteilen“ – kann sich der Nutzer an einer Station ein Fahrrad oder ein Pedelec gegen eine Gebühr ausleihen und es nach Gebrauch entweder an derselben oder an einer anderen Station wieder abstellen.
Im November 2023 hatte die Gemeinde Karlsfeld geprüft, ob solch ein Angebot vom MVV für Karlsfeld infrage kommen könnte. Die Verwaltung erarbeitete dazu ein Konzept und schlug vier Standorte für mögliche Leihräder vor. Einen finalen Beschluss fällte der Umwelt- und Verkehrsausschuss damals aber nicht, sondern entschied sich für eine unverbindliche Interessensbekundung.
Bereits 2018 sagen Räte nein zu Angebot der MVG
Es ist nicht das erste Mal, dass die Gemeinde ein Leihrad-Angebot begräbt. Schon 2018 hatten sich die Karlsfelder Gemeinderäte mit einem ähnlichen System, damals von der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) beschäftigt, dieses nach anfänglichem Interesse jedoch ebenfalls abgelehnt.