Der Treffpunkt 60 in St. Josef blickt auf sein 40-jähriges Bestehen zurück

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Die Mitglieder des Treffpunkt 60 feiern ihr Jubiläum zum 40-jährigen Bestehen. Auf dem Foto stehen sie vor dem Pfarrheim St. Josef in Karlsfeld. © ep

Der Treffpunkt 60 wurde von Pfarrer Johann Löb gegründet. Heute leitet Rosi Rubröder das Seniorenprogramm mit vollem Engagement.

Karlsfeld – „Das ist so toll, dass Sie da sind!“ Pfarrer Johann Löb wurde sehr herzlich begrüßt bei der 40-Jahr-Feier des Treffpunkt 60 in St. Josef. Nicht nur von Rosi Rubröder, der aktuellen Leiterin. Auch andere aus der Fest-Gemeinde sagten es ihm und fragten: „Wie geht es Ihnen denn, Herr Pfarrer?“ Und der antwortete stets, mit einem Lächeln: „Altersgemäß.“ Er ist 88 Jahre alt und lebt in Eching. Und hat vor 40 Jahren dafür gesorgt, dass dieses soziale und kulturelle Angebot für Seniorinnen und Senioren in St. Josef zustande kam.

Der Treffpunkt 60 hatte schon einige Leiter

Pfarrer Löb konnte Martin Seiter als ersten Leiter gewinnen, der den Treff bis 1992 prägte. Rund 600 Einladungen an die über 60-Jährigen schrieb und verschickte damals Gerlinde Steuer als Pfarramtssekretärin – nicht per Post, sondern persönlich. Das Programm, so erinnert sich Maria Seiter, ist ihr Mann als „Mensch der Bücher“ wie ein anspruchsvolles Bildungsangebot angegangen. „Er wollte immer noch eine Kirche anschauen.“ Der Ratsch und der Kaffee und der Kuchen waren nicht so seins. „Das ist harte Arbeit gewesen. Aber ich habe es hingekriegt.“ Es gab fortan keinen Ausflug mehr ohne Kaffee und Mittagessen. Martin Seiter starb 2021 mit 100 Jahren.

Nach ihm hatte Lore Ebert die Leitung bis 1996. Ihr folgte ihr Hannelore Elias bis 2015, für 19 lange Jahre. Ihr Engagement aus dieser Zeit kam voll rüber auf dieser Geburtstagsfeier: Der Treffpunkt 60 war ihre Herzensangelegenheit. Zusammen mit ihrem Mann Wolfgang hatten sie Ausflüge, Besichtigungen, Begegnungen organisiert, die begeisterten.

Ehrenamtliche setzen sich für das Miteinander ein

Etwa ein Besuch beim Wittelsbacher Prinzen Ludwig und Prinzessin Irmingard. Oder der Kontakt mit Pfarrer Rainer Maria Schießler. Als sie mit ihrem Bericht aus dieser Zeit fertig war, sagte Hannelore Elias bewegt: „Es war sehr schön mit Euch.“

Rosi Rubröder leitet seit 2015 den Treffpunkt, ebenfalls mit voller Überzeugung und mit viel Temperament. Die Bilderschau von ihrem Mann Horst Rubröder zeigte: Da war alles geboten, von einer Schifffahrt auf dem Ammersee über einen Besuch beim Bayerischen Rundfunk in Unterföhrung oder in der Neuen Pinakothek oder die Tour auf den Riederstein. Immer wieder, wie schon zu Hannelore Elias Zeiten: Fasching, Einkehrtage, Feiern, Radlfahrten mit dem Bürgermeister, die jetzt mehr zu Busfahrten werden. Rosi Rubröder dankte auch den verschiedenen Teams, die für den Erfolg mitverantwortlich seien: für die Bewirtung, das Programm und die Organisation. Und sie dankte auch Diakon Josef Enthofer für seinen feierlichen Gottesdienst zu Beginn der Veranstaltung.

Kein Wunder, dass die Geburtstagsgäste soviel jahrzehntelangen Einsatz würdigten, wie Christian Bieberle von der CSU, der auch über die letzte Bürgerversammlung berichtete. Und zweiter Bürgermeister Stefan Handl, der sagte: „Die 40 Jahre sind eine wunderbare Geschichte. Dieser ehrenamtliche Einsatz fördert das Miteinander, statt dass jemand allein zu Hause hockt. Macht’s bitteschön weiter. Dann kann ich in ein paar Jahren auch dazukommen.“
von Elfriede Peil

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/lokales/dachau/karlsfeld-ort28903/der-treffpunkt-60-in-st-josef-feiert-sein-40-jaehriges-bestehen-94060399.html