Krimidinner „In der Höhle der Löwin“: Theaterverein Tussenhausen überzeugt mit Eskalation bei der Firmenfeier

  1. Startseite
  2. Bayern
  3. Augsburg & Schwaben
  4. Kurier Mindelheim

Kommentare

Tussenhausener Bühnenkünstlerschaft in ihrem Element (v.l.): Jochen Zettler, Marina Sonntag, Michael Huber und Isabella Nieberle. © Glöckner

Firmenfeiern bieten viele Möglichkeiten für betriebsinterne Techtelmechtel, ob erotischer oder finanzieller Art. Und das ist natürlich ein super Bühnenstoff für die Tussenhausener, die bekannt sind als Theater-Könnercrew in Sachen Konfliktbearbeitung. Und so menschelte es wieder beim Krimidinner im Gasthof Stern in Rammingen; pointiert und musikalisch-burlesk dargeboten.

Tussenhausen/Rammingen – Mit Renato Salvis Stück „In der Höhle der Löwin“ hatten Spielleiterin Claudia Wenger und Erster Vorsitzender Thorsten Dölle Fingerspitzengefühl für Arbeitsalltags-Aktualität bewiesen. Die Überlegung, „mal was anderes zu machen“ wie Wenger sagte, ging auf. Denn die „gespielte“ Firmenfeier, in welcher die etwa 130 Gäste im schick renovierten Stern-Saal als Mitarbeiterschaft einbezogen waren, hielt, was man erwartete: Sex and Crime zu Fine Dining. Mit „mords“ Musik und Turbulenzen.

Theaterverein Tussenhausen zeigt spannendes Krimidinner mit „In der Höhle der Löwin“

Ein vermeintlicher Mord, den die gewitzte Kriminal-Kellnerin Marina (Isabella Nieberle), mit dem überspannten Lebens- und Straßenkünstler (Anton Riederle) als Tod durch Herzstillstand aufklärt, bestimmte den Gang der Dinge. Das textintensive Fünf-Hauptpersonenstück, vor allem getragen von „Alpha Solar“-Produktionsleiter Peter Minder (Michael Huber), Finanzchef Max Hugentobler (Jochen Zettler) und Firmenchefin Dr. Süß (Marina Sonntag) und der taffen Servicekraft speiste sich auch aus heiteren Dialogen und Gesangseinlagen (Helmut Gebauer, Gitarre) mit dem Publikum.

Bedürfnisse aller Art beim Krimidinner des Theatervereins Tussenhausen

Während die doppelzüngige Chefin innerbetriebliche Ungereimtheiten (auf?-) decken will, unterläuft Marina dies mit ihren klaren Ansagen. Typischgerecht gespielt auch die Mannsbilder, und klar, dass sowohl der curry-karogemusterte Finanzer als auch der leicht hysterische, blassgraue Produktionsbubi in Schieflagen kamen: Unterstellungen, Eifersucht und Karriereneid – alles kam ans Licht. Und die Tussenhausener Theatercrew wieder mal groß raus.

Mit dem Kurier-Newsletter täglich zum Feierabend und mit der neuen „Kurier“-App immer aktuell über die wichtigsten Geschichten informiert sein. Besuchen Sie den Wochen KURIER auch auf Facebook!