Der Gemeinderat weist die Forderung des Landesamts nach Neuplanung zurück. Der Baubeginn auf dem alten Brauereigelände ist für 2027 geplant.
Die Gemeinde Haimhausen hat den Bebauungsplan für das alte Brauereigelände einen großen Schritt weiter gebracht. Im Bauausschuss und Gemeinderat wurde eine überschaubare Anzahl an Stellungnahmen behandelt.
Mit dem Partner Max von Bredow ist man in der Gemeinde Haimhausen weiterhin ziemlich glücklich. In einem sehr harmonischen und sehr professionellen Verfahren wurde der Bebauungsplan zusammen entwickelt, und dem folgte nun bei der öffentlichen Auslegung auch nur eine überschaubare Anzahl an Stellungnahmen und Änderungsanträgen. Ohne Diskussionen wurden die Stellungnahmen bearbeitet. Es gab auch keinen wirklichen Konflikt mit der Planung.
Das Unternehmen Max von Bredow Baukultur befindet sich dafür schon seit Monaten in einem intensiven Austausch mit dem Denkmalschutz, der dennoch eine größere Stellungnahme verfasste. Das Landesamt für Denkmalpflege äußerte noch einmal deutliche Kritik: „Die Bebauung verhält sich in keiner Weise adäquat zum reichen und bedeutenden Denkmälerbestand und muss deutlich reduziert werden.“ Die Neubebauung müsse gegenüber den Baudenkmälern wie etwa der kleinen Schlossklause maßvoll gestaltet werden und dürfe diese nicht dominieren.
Dieser Forderung einer Neuplanung erteilte die Gemeinde mit einer ebenso umfangreichen Stellungnahme eine Absage. Haimhausens Antwort war der Verweis auf die grundsätzlichen Planungsziele. Mit einem autofreien Quartier sollte die bestehende Struktur mit dem historischen Bestand erweitert werden.
Der Gemeinderat betont die Bedeutung der beiden großen Baudenkmäler Sudhaus und Schlossklause: „Ein zentrales Element des Entwurfs ist die Freistellung und Inszenierung der historischen Denkmäler. Sowohl das Sudhaus als auch die Klause erhalten angemessen dimensionierte Freiräume. Dadurch werden wichtige Sicht- und Wegebeziehungen gestärkt, welche die historische Bedeutung dieser Gebäude unterstreichen und sie als prägende Elemente des neuen Quartiers erlebbar machen.“
Die Gemeinde verweist weiter darauf, dass das millionenschwer sanierte Sudhaus das größte Gebäude auf dem Gelände sein werde und durch einen geräumigen Platz zusätzlich an Bedeutung gewinnt. Auf dem Platz könnte beispielsweise ein Maibaum aufgestellt oder größere Dorffeste gefeiert werden.
Nach den einstimmigen Beschlüssen des Gemeinderates werden die Pläne noch einmal ausgelegt, und es können Stellungnahmen zu geringfügigen Veränderungen abgegeben werden. Nun sieht die Planung vor, dass der Bau Mitte 2027 starten wird. Früher kann gar nichts passieren, weil mehrere Vereine für 2026 noch Festivitäten auf dem Gelände rund um die große Industriehalle geplant haben. Erst wird ein Jahr gefeiert, und dann startet der Abriss.