Mit einem neuen Vorsitzenden startet der Skiclub Dachau in den Winter: Toni Reiter, 43 Jahre alt, tritt in die Fußstapfen seines Vaters Manfred Reiter, der den Skiclub die vergangenen vier Jahre geführt hat.
Dachau – Der Skiclub besteht seit dem Jahr 1948. Damals schlossen sich die zwei Skiabteilungen des TSV 1865 und des ASV Dachau zu dem Verein zusammen. Heute gehören gut 200 Mitglieder dem Verein an.
Mittelpunkt des Vereinslebens des Dachauer Skiclubs ist natürlich weiterhin die Skihütte in den Tegernseer Bergen, in Rottach an der Sutten. Sie wurde 1961 eingeweiht. In den vergangenen knapp 20 Jahren sanierte der Skiclub in Eigenregie die Hütte. Im Herbst absolvierten die Mitglieder wieder den Arbeitsdienst auf der Hütte, um sie fit für den Winter zu machen.
„Bei uns steht der Spaß im Vordergrund“, erklärt Toni Reiter. „Schönes, klassisches alpines Skifahren auf hohem Niveau“ wolle der Skiclub bieten. Dazu gibt es Erwachsenenweiterbildungen, wie beispielsweise im März dieses Jahres ein Skitraining mit der ehemaligen Weltcup-Fahrerin Andrea Filser. Weitere Trainer waren unter anderem Florian Demmelmair, der beim TSV 1860 München in der Jugend gefahren ist und dessen Mutter Senioren-Weltmeisterin war, aber leider schon tragisch in den Bergen ums Leben gekommen ist.
Toni Reiter selbst ist Sportler durch und durch, liebt die Berge und die Natur. Seit seiner Geburt ist er Mitglied und mit dem SC bestens vertraut. Der 43-Jährige ist Entwicklungsingenieur für Ski und hat mehrere Jahre in Lenggries gelebt. Er unternimmt selbst viele Touren mit und ohne Ski, und leitet diese auch für den Skiclub. Der Dachauer bietet Radl-und Skitourenwochenenden an, organisiert sportliche Firmenevents, außerdem hat er ein exklusives Radlgeschäft in Mitterndorf. Vielen dürfte auch sein Wattturnier in Skigondeln im Jahr 2018 in bester Erinnerung sein.
Privat ist er natürlich auch viel auf Skiern und mit dem Radl unterwegs. In diesem Sommer radelte er erst zum Nordkap – „für meine Mutter“, erzählt er. Sie war im Januar dieses Jahres verstorben, nach einer kurzen, schweren Krankheit. „Ihr Wunsch war eigentlich noch, dass sie noch einmal zum Nordkap fährt. Das hat sie leider nicht mehr geschafft“, berichtet der Sohn. So hat sich Toni Reiter entschlossen, für sie ans Nordkap zu fahren. „Jedoch nicht mit dem Wohnmobil, sondern mit dem Fahrrad – das andere wär mir zu langweilig gewesen.“