Nach Elternprotest: Kochler Schüler dürfen weiter nach Penzberg fahren

  1. Startseite
  2. Lokales
  3. Bad Tölz
  4. Kochel am See

Kommentare

Eltern aus Ried und Ort protestierten gegen eine Neuregelung zur Schülerbeförderung - mit Erfolg. (Archivfoto) © Arndt Pröhl

Eine umstrittene Neuregelung zur Schülerbeförderung für die Ortsteile Ried, Ort und Pessenbach ist vom Tisch. Das gab Landrat Josef Niedermaier bekannt.

Kochel am See – Es war eine Neuregelung, gegen die viele Eltern Sturm liefen. Doch jetzt ist die neue Schülerbeförderungs-Vorgabe für künftige Gymnasiasten und Realschüler aus den Kochler Ortsteilen Ried, Ort und Pessenbach vom Tisch. Das gab Landrat Josef Niedermaier am Montag (24. November) in der Kreistagssitzung bekannt.

Problem bei Schülerbeförderung ist gelöst

Wie berichtet, sollten die betroffenen Kinder ab dem Schuljahr 2026/27 nur noch die Fahrtkosten zur Schule nach Murnau erstattet bekommen, statt wie bisher nach Penzberg. Dabei dauert der Weg nach Murnau doppelt so lange.

Grundlage war eine bürokratische Regelung zu sogenannten „fiktiven Fahrtkosten“. In der Praxis aber haben die Mädchen und Buben ohnehin ein 365-Euro-Schülerticket.

Zusage von Kultusministerin Anna Stotz

Jetzt erklärte Niedermaier, dass ihm Kultusministerin Anna Stotz (Freie Wähler) zugesagt habe, dass die Schüler auch weiterhin nach Penzberg fahren dürfen, ohne dass die Förderfähigkeit verloren geht.

„Das war eine Regelung, die kein Mensch versteht“, sagte Niedermaier. Der Landkreis habe in einer Zwickmühle gesteckt, denn wenn er auf eigene Faust davon abgewichen wäre, hätte er die 60-prozentige Kostenerstattung durch den Freistaat riskiert.

Die Lösung des Problems gab am Montagabend auch der Landtagsabgeordnete Florian Streibl (Freie Wähler) per Pressemitteilung bekannt. Er habe Stotz in einem Schreiben gebeten, die Situation der Schüler „als unzumutbar einzustufen“.