Die Freude über den Heimsieg gegen Passau war nicht ungetrübt. Ein Peitinger Spieler wurde verletzt und musste ins Krankenhaus.
Die Bilanz gegen die direkte Konkurrenz in der Oberliga Süd war beim EC Peiting bisher schon sehr ordentlich. Gegen die Passau Black Hawks Rückkehr besserte das Team von Trainer John Sicinski diese weiter auf. Trotz dreimaligen Rückstands gingen die Peitinger gegen die Niederbayern mit einem 5:3 Sieg (1:1, 1:1, 3:1) vom Eis. Damit kehrten sie nach drei Niederlagen in Folge wieder in die Erfolgsspur zurück und machten zudem in der Tabelle einen Platz gut. Der ECP verbesserte sich auf Rang neun.
Das ist wahnsinnig gut für das Selbstvertrauen.
„Ich freue mich für die Jungs, das ist wahnsinnig gut für das Selbstvertrauen“, berichtete Sicinski nach dem wichtigen Heimerfolg strahlend. „Sie waren geduldig und sind nach den Rückständen immer wieder zurückgekommen“, lobte Sicinski die große Moral seiner Mannschaft, die sich durch ein starkes Überzahlspiel mit drei Powerplaytoren auszeichnete. „Wir hatten viel mehr Spielanteile, deshalb war der Sieg auch verdient“, unterstrich Sicinski.
Peiting hat die ersten Chancen, Passau erzielt das erste Tor
Seine Mannschaft startete druckvoll. Markus Czogallik und Sebastian Lassmann scheiterten mit ihren ersten Chancen an Gäste-Torhüter Marco Eisenhut, der die Peitinger bei ihrer Hinspielniederlage zur Verzweiflung gebracht hatte. Nach einem ungenutzten Überzahlspiel der Hausherren schlugen stattdessen die Passauer zu. Neuzugang Christian Neuert erzielte mit einem platzierten Schuss ins Kreuzeck das 1:0 (6.). Die Antwort des ECP folgte jedoch auf dem Fuß. Im folgenden Powerplay markierte Thomas Heger das 1:1 (9.).
Dennis Krutsch verletzt sich und muss ins Krankenhaus
Die Freude über den Ausgleich wurde getrübt durch einen ungeahndeten Bandencheck gegen Dennis Krutsch, der verletzt wurde und ins Krankenhaus gebracht werden musste. Seine Teamkollegen erarbeiteten sich indessen weitere Chancen, die sie aber nicht verwerten konnten. Auch zwei Überzahlsituationen im Mittelabschnitt ließen die Hausherren ungenutzt verstreichen. Die sehr rustikal zu Werke gehenden Passauer legten stattdessen erneut vor. Andrew Schembri schoss die Niederbayern mit einem Abstaubertor erneut in Front (36.). In der folgenden Überzahl hielten die Peitinger das Spiel einfach, und das zahlte sich aus. Justin Maylan zog flach ab, und schon stand es 2:2 (39.).
Peiting nutzt Überzalspiele zu drei Treffern
Unmittelbar nach Ablauf einer von nur drei Strafzeiten gegen den ECP schlug es erneut hinter Goalie Andreas Magg ein, der den Peitinger Kasten hütete, da sich Tommi Steffen tags zuvor im Training verletzt hatte. Philipp Faulhaber traf zum 3:2 (44.). Die Reaktion durch die Hausherren folgte wenig später, wiederum bei numerischer Überlegenheit. Daniel Holzmann markierte von der blauen Linie das 3:3 (46.). Danach wogte die Partie hin und her. Beide Goalies ließen sich aber nicht überwinden, ehe Carson Briere nach einer guten Scheibeneroberung das 4:3 und damit die erste ECP-Führung glückte (54.). Die Passauer versuchten, sich am Ende durch die Herausnahme von Torhüter Eisenhut zu Gunsten eines weiteren Feldspielers in Verlängerung zu retten. Das gelang aber nicht, da Maylan mit seinem Empty-Net-Treffer zum 5:3 den sechsten Saisonsieg der Peitinger perfekt machte (59.).
Statistik
EC Peiting - EHF Passau Black Hawks 5:3 (1:1, 1:1, 3:1)
1. Drittel: 0:1 (5:59) Neuert (Reich, Eisenhut), 1:1 (8:37) Heger (Habermann, Diebolder/5-4). 2. Drittel: 1:2 (35:23) Schembri (Nazzarett, Harrogate), 2:2 (38:19) Maylan (Lassmann, Mayr/5-4)). 3. Drittel: 2:3 (43:05) Faulhaber (Neuert, Stern), 3:3 (45:48) Holzmann (Briere/5-4), 4:3 (53:44) Briere (Lassmann, Holzmann), 5:3 (58:34) Maylan (Empty-Net-Goal). Strafminuten: Peiting 6, Passau 20. Zuschauer: 502