Meteorologen warnen vor Blitzeis – Glätte forderte bereits eine Unfall-Tote

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Der Wintereinbruch bringt Schnee und schwierige Straßenverhältnisse. Besonders im Berufsverkehr in Bayern warnt der DWD vor erhöhter Unfallgefahr.

Der Winter ist da! Schlittenfahrer kamen am vergangenen Wochenende bereits voll auf ihre Kosten. Am Kirchbichl zwischen Schliersee und Hausham zum Beispiel tobten sich viele Familien mit Kindern aus. Doch was die einen freut, bringt auch Gefahren mit sich. Fußgänger und Autofahrer sollten gut aufpassen. Denn Schneeflocken, Blitzeis und Glätte erschweren vielerorts den Start in die Woche.

„Markante Glätte“: Wochen start bringt Neuschnee und gefährliche Bedingungen auf den Straßen

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach warnte bereits am Sonntag vor „markanter Glätte“ im Süden Deutschlands. Schnee und später gefrierender Regen könnten die Straßen in Südbayern und Oberschwaben bis Montagvormittag gefährlich glatt machen, hieß es. Und so den montäglichen Berufsverkehr gefährden. Im Tagesverlauf jedoch dürfte sich die Glätte-Situation laut DWD dann bundesweit wieder etwas entspannen.

Spaß im Schnee: Am Kirchbichl zwischen Schliersee und Hausham tobten sich am Wochenende schon Schlittenfahrer aus.
Spaß im Schnee: Am Kirchbichl zwischen Schliersee und Hausham im Landkreis Miesbach tobten sich am Wochenende bereits viele Wintersportler bei Sonnenschein aus. © Steffen Gerber

Doch bereits in der Nacht zum Dienstag seien in Süddeutschland neue Regen- und Schneefälle bei Temperaturen um den Gefrierpunkt zu erwarten, es bestehe vielerorts erneut Glättegefahr. Die Schneefallgrenze liegt bei 700 Metern. Im Bergland und in Ostbayern werden bis fünf Zentimeter Schnee erwartet. Der Tagesverlauf bringt am Dienstag viele Wolken und gelegentlichen Regen, kündigen die Wetterexperten an.

Tragischer Unfall nach Wintereinbruch: 54-Jährige starb am Freitagabend

Das plötzliche Winterwetter kann besonders Autofahrern zum Verhängnis werden. Auf schneeglatter Fahrbahn ist eine 54-Jährige aus Traunstein bereits am Freitagabend bei einem schweren Unfall auf der B304 nahe Teisendorf im Landkreis Berchtesgadener Land ums Leben gekommen. Fünf weitere Menschen wurden dabei verletzt. Wie die Polizei berichtet, war der Wagen eines 20-jährigen Ford-Fahrers aus zunächst unbekannter Ursache auf die Gegenfahrbahn geraten und dort mit dem entgegenkommenden Auto eines 43-Jährigen zusammengestoßen.

Glatte Fahrbahn: Bei einem schweren nahe Teisendorf starb eine 54-Jährige.
Bei diesem Unfall starb eine 54-Jährige. © Markus Leitner

In dessen Audi saßen die 54-Jährige und zwei weitere Mitfahrer, alle stammten ebenfalls aus Traunstein. Die 54-Jährige verstarb nach erfolgloser Reanimation noch an der Unfallstelle. Die fünf Verletzten kamen ins Krankenhaus. An den beiden Autos entstand Totalschaden. Die B304 war für die Unfallaufnahme und Bergung gut eineinhalb Stunden gesperrt. Die Staatsanwaltschaft Traunstein ordnete zur Klärung des Unfallherganges ein technisches und unfallanalytisches Gutachten an.

Ski-Saison beginnt dank frühem Wintereinbruch schon jetzt – „Wir freuen uns“

Eine außergewöhnlich kalte Novembernacht mit frostigen Spitzenwerten von minus 18,5 Grad in Oberstdorf im Allgäu hat die ersten Skifahrer am Söllereck nicht geschreckt: Am Sonntagmorgen, kurz nachdem der Skibetrieb gestartet war, sausten viele Sportler die Hänge hinab, wie die Oberstdorf Kleinwalsertal Bergbahnen mitteilten. „Ein gigantischer Saisonstart bei strahlendem Sonnenschein und Pulverschnee – besser kann man es sich nicht wünschen“, sagte Vorstand Henrik Volpert.

Bereits früh habe es lange Schlangen an den Kassen gegeben. „Wir freuen uns über die Wetterverhältnisse, die diesen frühen Saisonstart ermöglichen“, heißt es beim Verband Deutscher Seilbahnen (VDS). Das Interesse der Gäste sei gerade in der ersten Zeit traditionell sehr hoch. Bis Weihnachten wollen die allermeisten Skigebiete den Betrieb aufnehmen. Schon am nächsten Freitag geht es an der Zugspitze los. Dann soll dort auch das frisch vergoldete und von Aufklebern befreite Gipfelkreuz an Deutschlands höchstem Gipfel (2962 Meter) zurückgebracht werden – sofern das Wetter den Hubschrauber-Flug erlaubt.