Gute Nachrichten für Leichtathleten: Zuschüsse für Sportvereine

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Alt und kaputt: die Tartanbahn auf dem Gelände des TSV 1865 an der Jahnstraße. © Habschied

Das Dachauer Haushaltswunder hat positive Auswirkungen für die beiden großen Dachauer Sportvereine und die Hobbysportler der Stadt. Die Stadt investiert zum Beispiel 1,36 Millionen Euro in eine moderne Leichtathletikanlage im Sportpark-Ost.

Dachau - Mit den Worten „So schlimm war‘s noch nie“ hatte Oberbürgermeister Florian Hartmann die Stadträte vor wenigen Wochen noch aufs Sparen eingeschworen. Nun, da das Dachauer Haushaltswunder eingetreten und dank eines Millionen-Kredits wieder Geld flüssig ist, verlief die Diskussion der Stadträte im Haupt- und Finanzausschuss über die sogenannten Investitionskostenzuschüsse für die beiden größten Dachauer Sportvereine auch gleich wesentlich entspannter.

Der ASV Dachau bekommt nun in Summe 256 000 Euro, um seine Außensportplätze mit LED-Licht zu beleuchten, einen Kanalanschluss für das Funktionsgebäude zu bauen, eine Flutlichtanlage für das Sepp-Helfer-Stadion zu errichten und – mit 142 000 Euro der größte Brocken – die Beachvolleyballanlage zu erweitern. Bei letzterem zögerten die Stadträte kurz. Allerdings stellten sie auch fest: Beachvolleyball liegt im Trend und mit 500 Mitgliedern ist die Volleyballabteilung eine der größten im ASV.

Dachauer Sportvereine profitieren – Millionen für Projekte

Der TSV 1865 hat wesentlich größere Aufgaben vor der Brust, für die er nun 1,764 Millionen Euro aus dem Stadtsäckel bekommt. Da geht es zum einen um die Planung für den künftigen neuen Sportpark an der Theodor-Heuss-Straße. Zur Erinnerung: Langfristig soll der TSV sein Stammgelände an der Jahnstraße verkaufen und mit dem Erlös die Aussiedlung an die Theodor-Heuss-Straße finanzieren. Weil auf den dortigen Grundstücken aber nicht alle Anlagen Platz finden, muss der TSV auch den Sportpark Dachau-Ost, also das Gelände des früheren SSV Dachau, nutzen. Konkret soll dort die Leichtathletikanlage entstehen. Eine feste Zeitplanung gibt es für die Aussiedlung gen Osten allerdings nicht. In den nächsten ein, zwei Jahren, so ist Sportreferent Günter Dietz (CSU) sicher, wird das Großprojekt nicht starten.

Das Problem ist aber: Die bestehenden Sportstätten an der Jahnstraße sind alt. Und speziell für die Leichtathletik, so Dietz, „brauchen wir jetzt eine Lösung“! Jürgen Seidl (FDP) bestätigte: Die aktuelle Tartanbahn an der Jahnstraße sei „marode“, „unzumutbar“ und „gefährlich“. Eine neue Outdoorleichtathletikanlage aber ist teuer: 1,36 Millionen Euro. Eine Sanierung am alten Standort wäre da günstiger, aber laut OB Florian Hartmann im Hinblick auf die geplante Aussiedlung des Vereins „völlig sinnlos. Das wäre weggeschmissenes Geld“.

TSV Dachau erhält Zuschuss für neue Leichtathletikanlage

Soll die Stadt dem TSV nun das Geld für den Neubau der Bahn geben? Michael Eisenmann (Bündnis für Dachau) war skeptisch und brachte die Idee ins Spiel, ob nicht die TSV-Leichtathleten beim ASV trainieren könnten? Markus Haberl, zuständiger Amtsleiter im Rathaus, aber verwies auf eine vor Jahren erstellte Sportstättenbedarfsplanung. Und die besagte: Ja, die Bahn beim TSV ist notwendig!

Am Ende entschied sich das Gremium, auch im Hinblick auf die Jugendarbeit der Sportvereine, für die Investition. Da es im Sportpark-Ost vor Jahrzehnten bereits eine Aschenlaufbahn gegeben hatte, ist der Neubau laut Stadtverwaltung genehmigungstechnisch „relativ leicht umzusetzen“.

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