Bekannter Nobel-Italiener in Oberbayern sucht Nachfolger: „Wollen guten Ruf nicht verschenken“

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Mario Leone in seinem Lokal an der Isarlust. © Privat

Das italienische Restaurant „Ca Leone“ im Alten Fährhaus ist auf Immobilienportalen im Internet ausgeschrieben. Der Betreiber erklärt die Gründe hinter der Suche nach einem Nachfolger.

Bad Tölz – Das Alte Fährhaus ist eine bekannte Adresse für gute Küche. Viele Jahre betrieb Sternekoch Erich Schwingshackl hier sein Lokal. Vor knapp zwei Jahren eröffneten in den Räumlichkeiten Mario und Valerie Leone ein gehobenes italienisches Restaurant. Allerdings zeichnet sich ab, dass das keine Dauerlösung ist. Aus familiären Gründen hat sich das Ehepaar auf die Suche nach einem Nachfolger gemacht.

Abschied aus Bad Tölz aus familiären Gründen

Nun steht das Fährhaus auf einem Immobilienportal im Internet. Auf Nachfrage erklärt Mario Leone: „Wir haben mit der Geburt unseres dritten Kindes gemerkt, dass uns alles zu viel geworden ist. Damit meine ich nicht nur das Restaurant, sondern auch das Hotel und die Terrasse.“ Die Gesamtbelastung mit drei Kindern und dem Betrieb sei schlichtweg zu groß geworden. „Wir sind völlig allein in Deutschland, ohne Familie“, so der gebürtige Italiener.

Die Übernahme des Restaurants sei herausfordernd gewesen. „Wir haben bis heute höchsten Anspruch auf beste Qualität der Produkte und eine feine Gourmetküche gelegt.“ Auch habe es Leone geschafft, sich eine Stammkundschaft aufzubauen. „Zusätzlich haben wir immer wieder versucht, noch mehr Einheimische mit unterschiedlichen Angeboten für unser Restaurant zu gewinnen.“ Da es nicht viele Gourmet-Lokale in der Tölzer Umgebung gibt, sei es stets sein Antrieb gewesen, diese Angebotslücke zu füllen. „Der Sommer war erfolgreich, und wir sind stolz auf das, was wir aufgebaut haben.“

Konzept soll weitergeführt werden

Dafür setzt sich das Gastro-Paar weiter ein. „Wir haben keinen Druck zu gehen.“ Solange die Leones da sind, werde alles wie gehabt weitergeführt. „Wir hatten oft Aktionen, die gut angekommen sind. Jetzt im November etwa gibt es ein Drei-Gänge-Menü für 45 Euro, das wir vorstellen. Weiter wird es das als Mittagsmenü geben. Nur weil die Pächtersuche begonnen haben, heißt das nicht, dass wir schnell weg sind oder unsere Ideen und Engagement wenig werden.“

A und O für Leone sei, jemanden zu finden, der das Konzept weiterführt. „Wir möchten wen finden, der das weiterführt, was wir mit Leidenschaft aufgebaut haben.“ Dafür erhielten Leones diese Woche erneut Anerkennung: In der aktuellen „Falstaff“-Ausgabe wurde das „Ca Leone“ mit zwei Gabeln ausgezeichnet. „Das Restaurants hat einen guten Ruf, den wollen wir nicht verschenken.“