Das Seniorenstift Kaufering feiert in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen und blickt auf eine bewegte Geschichte der Fürsorge und Gemeinschaft zurück. Wie das Seniorenstift mitteilt, begann die Erfolgsgeschichte mit dem Spatenstich im April 1994, nachdem der damalige Bürgermeister Dr. Klaus Bühler das Projekt nach Kaufering geholt hatte.
Kaufering - Bereits im Dezember 1991 hatte der Kreistag beschlossen, die ursprüngliche Planung für 105 Pflegeplätze im Landkreis aufzuheben und das Kontingent aufzuteilen. Dadurch wurden in Kaufering 46 geförderte stationäre Pflegeplätze und zehn weitere Plätze ohne staatliche Förderung ermöglicht. Dieser Entscheidung war ein intensiver Diskussionsprozess mit hoher Bürgerbeteiligung vorausgegangen.
Tag der offenen Tür am 6. Dezember anlässlich 30 Jahre Seniorenheim Kaufering
Im September 1992 entschied eine zwölfköpfige Jury im Rahmen eines Architektenwettbewerbs, dass das Architekturbüro Hubert Schulz den Bau des Stifts übernehmen sollte. Nach Überlegungen zu möglichen Trägermodellen setzte sich das Modell einer kommunalen Stiftung durch, das sich bis heute bewährt hat. Am 4. Dezember 1995 zogen die ersten Bewohner in das Haus ein, das seither ein fester Bestandteil des Marktgemeindelebens ist.
„Mit Stolz blickt das Seniorenstift Kaufering auf 30 Jahre gelebte Fürsorge zurück“, heißt es in der Mitteilung. „30 Jahre – das bedeutet drei Jahrzehnte voller Menschlichkeit, Engagement und Gemeinschaft“. Seit 2004 prägt das Konzept der Beziehungspflege den Alltag und sorgt laut Einrichtung für eine Atmosphäre von Nähe, Vertrauen und Lebensfreude. Besonders hervorgehoben wird das Engagement langjähriger Mitarbeiter, die seit der Eröffnung oder fast ebenso lange im Haus tätig sind, darunter Heidi Heidner und Gabi Schüder (beide seit 30 Jahren), Julie Hickmann (29 Jahre), Claudia Eigner, Maria Riedl und Birgitta Wolfrum (jeweils 26 Jahre) sowie Svetlana Görtzen und Elisabeth Pfeiffer (jeweils 25 Jahre).
Das Seniorenstift hat heute ein umfassendes Angebot: Die stationäre Pflege wurde durch Erweiterungen auf 62 Plätze ausgebaut, dazu kommen Kurzzeitpflege sowie hospizliche und palliative Begleitung. Die Betreuung von Menschen mit demenziellen Erkrankungen nimmt einen besonderen Stellenwert ein. Der ambulante Pflegedienst betreut 80 Patienten im gesamten Gemeindegebiet. Zwölf barrierefreie Mietwohnungen stehen Senioren zur Verfügung. Die hauseigene Küche bietet einen offenen Mittagstisch für derzeit 45 Gäste und versorgt fünf Kindergärten mit frischen Mahlzeiten. Das neu gestaltete SeniorenCafé ist jeden Sonntag geöffnet und erfreut sich großer Beliebtheit. Zahlreiche Ehrenamtliche haben das Haus über die Jahre unterstützt. Die Ausbildung junger Pflegekräfte gilt als wichtiger Beitrag zur Zukunftssicherung der Einrichtung.
Tag der offenen Tür im Seniorenstift Kaufering - das Programm
Anlässlich des Jubiläums lädt das Seniorenstift am Samstag, 6. Dezember, von 14 Uhr bis 17 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein. Die Eröffnung übernimmt der Stiftungsvorstand gemeinsam mit dem Ersten Bürgermeister Kauferings Thomas Salzberger um 14 Uhr, gefolgt von der Einrichtungsleitung Gabi Schüder.
Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein vielfältiges Programm mit Musik, Infoständen zu verschiedenen Pflegeangeboten und Vorträgen, unter anderem von Pajam Rais Parsi vom Landratsamt Landsberg (Demenz), Maria Junker, Erich Püttner (Gesundheitliche Vorsorgeplanung) sowie Jacqueline Linke, Constanze Knapp und Beate Jakob (Ambulante Pflege – Quartiersmanagement – Netzwerk) . Im SeniorenCafé besteht die Möglichkeit zum Austausch bei Kaffee und Kuchen.
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