Kulturstaatsminister Weimer besucht erstmals KZ-Gedenkstatte Dachau – Pläne für Neugestaltung

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Hoher Besuch aus Berlin: KZ-Gedenkstättenleiterin Gabriele Hammerman mit Wolfram Weimer, Staatsminister für Kultur und Medien (Mitte), und Karl Freller, Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten. © Sven Hoppe

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat erstmals die KZ-Gedenkstätte Dachau besucht. Neue Pläne für ein modernes Lernzentrum wurden vorgestellt. Die Gedenkstätte steht vor Herausforderungen.

Dachau - Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat am Mittwochvormittag erstmals die KZ-Gedenkstätte Dachau besucht, begleitet von Stiftungsdirektor Karl Freller und Gedenkstättenleiterin Dr. Gabriele Hammermann. Nach einer Kranzniederlegung am Internationalen Mahnmal stellte Dr. Hammermann die Pläne für die Neugestaltung der Gedenkstätte vor, die von Bund und Freistaat gefördert wird. Als meistbesuchte KZ-Gedenkstätte Deutschlands stehe die Gedenkstätte Dachau vielfältigen Herausforderungen gegenüber.

KZ-Gedenkstätte Dachau erhält modernes Lernzentrum

Unter dem Leitsatz „Lernen am Ort – Lernen vom Ort“ solle demnach ein modernes Lern- und Ausstellungszentrum entstehen. Dabei werden die rekonstruierten Häftlingsbaracken erstmals vollständig zugänglich gemacht und die Baracke West zu einem Lernzentrum mit sechs Seminarräumen umgebaut. Die Neukonzeption soll neue Forschungserkenntnisse, digitale Darstellungsformen und neue Schwerpunktthemen wie das frühe Lager, die „SS-Versuchsgüter“ und die Dachauer Prozesse integrieren.

Besuch des Kulturstaatsministers sei Zeichen der Wertschätzung

Karl Freller wertete Weimers Besuch als wichtiges Zeichen der Wertschätzung. Er betonte die zentrale Rolle von Gedenkstätten für das Erinnern und die Vermittlung von Werten wie Toleranz und Menschenwürde in einer demokratischen Gesellschaft. Das neue Gedenkstättenkonzept der Bundesregierung, so Freller, stärke die Erinnerungskultur nachhaltig. „Wir begrüßen dieses klare Bekenntnis zur historischen Verantwortung und danken Minister Weimer für seinen Besuch und den persönlichen Austausch.“ Auch Hammermann dankte „Weimer für die Unterstützung und das große Interesse an unserer Arbeit, welche die nächsten Jahre von der Neugestaltung geprägt sein wird“.

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