Nach einem dramatischen Sturz am Risserkogel in Kreuth musste eine 65-jährige Bergsteigerin am Freitag mit dem Rettungshubschrauber gerettet werden.
Kreuth – Ein Rettungseinsatz am Risserkogel endete für eine 65-jährige Bergsteigerin aus Oberösterreich am Freitag (14. November) nur knapp glimpflich: Nach einem schweren Sturz im steilen Gelände gegen 12.37 Uhr musste die Frau mit gravierenden Rückenverletzungen per Hubschrauber geborgen werden. Das berichtet die Bergwacht Rottach-Egern.
Wie die Bergwacht mitteilt, alarmierten Augenzeugen die Rettungskräfte, nachdem die Bergsteigerin im exponierten Gelände abgestürzt war. Aufgrund der akuten Absturzgefahr und der schwierigen Bedingungen setzten die Einsatzkräfte zunächst einen Luftretter der Bergwacht vom Rettungshubschrauber Christoph Murnau direkt an der Unglücksstelle ab.
Im nächsten Anflug brachte der Helikopter den Notarzt sowie weitere Mitglieder der medizinischen Crew zum Patientenstandort. Die Patientin musste permanent gesichert und stabilisiert werden; ein regulärer Abtransport war aufgrund der Gefahrensituation nicht möglich. Daher entschieden sich die Rettungskräfte für eine Crashbergung mittels Rettungswindel im Windenverfahren.
Im Anschluss wurde die Schwerverletzte zur Röthensteiner Alm geflogen, wo die medizinische Versorgung fortgesetzt wurde. Von dort aus brachte der Hubschrauber sie schließlich ins Krankenhaus Murnau.
Auch der Ehemann der verunglückten Frau wurde betreut: Eine Einsatzkraft der Bergwacht begleitete ihn zu Fuß ins Tal. Später wurde er von weiteren Kräften aufgenommen und zu einem Einsatzfahrzeug gebracht.
Die Bergwacht dankt ausdrücklich allen beteiligten Akteuren für die professionelle und koordinierte Zusammenarbeit sowie den anwesenden Personen für ihr umsichtiges Verhalten während des anspruchsvollen Einsatzes.
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