Gleich zwei Bergrettungseinsätze haben am Samstag mehrere Kräfte der Bergwacht Rottach-Egern gefordert. Es kam zu Unfällen am Wallberg und Blankenstein.
Rottach-Egern – Gleich zwei Bergrettungseinsätze beschäftigten die Einsatzkräfte der Bergwacht Rottach-Egern am Samstag (15. November). Zunächst stürzte ein 48-jähriger E-Mountainbiker im unwegsamen Gelände am Wallberg, nur wenige Stunden später folgte der nächste Notfall: Ein Wanderer aus München fiel vier Meter tief in eine Spalte am Blankenstein.
Wie die Bergwacht Rottach-Egern mitteilt, wurden die Helfer am Samstagmorgen um 9.17 Uhr alarmiert. Aus einer steinigen Rinne am Wallberg meldete sich der schwer verletzte Mountainbiker aus dem Tegernseer Tal. Drei Einsatzkräfte rückten umgehend mit dem Bergwachtfahrzeug aus, während parallel der Rettungshubschrauber Christoph Murnau samt Notarzt zur Windenbergung angefordert wurde.
Vor Ort stellte sich die Rettung laut Angaben der Bergwacht als besonders anspruchsvoll heraus, da der Patient im Bachbett unterhalb des Übergangs Sommerweg/Winterweg lag. Deshalb mussten zwei weitere Einsatzkräfte nachgefordert werden. Gemeinsam mit der Hubschrauberbesatzung gelang es, den polytraumatisierten Patienten medizinisch zu versorgen und zuerst terrestrisch aus dem Gelände zu bringen.
Anschließend wurde er per Winde in eine Klinik geflogen. An dem Einsatz, der kurz nach 11 Uhr endete, waren insgesamt acht Bergwachtkräfte sowie die Crew des Christoph Murnau beteiligt.
Hubschrauber-Einsatz nach Sturz von Biker und Wanderer
Bereits um 12.16 Uhr wurden die Retter erneut gefordert: Ein Mitte 30-jähriger Wanderer aus München war am Blankenstein rund vier Meter in eine Spalte neben dem Normalweg gestürzt. Laut Mitteilung der Bergwacht war der Verunfallte bereits von seinem Begleiter erstversorgt worden, als ihn die zwei Luftretter des angeforderten Christoph 1 erreichten.
Parallel dazu machten sich vier weitere Retter zu Fuß auf den Weg zur Unfallstelle. Vor Ort wurde der Patient, der sich eine Sprunggelenksverletzung zugezogen hatte, medizinisch behandelt und mit einer Rettungswindel per Crashbergung aus dem felsigen Gelände befreit.
Der anschließende Transport erfolgte ins Krankenhaus. Auch die alpine Einsatzgruppe der Polizei war vor Ort und dokumentierte den Einsatz. Insgesamt waren sieben Bergwachtkräfte sowie die Besatzung des Christoph 1 involviert.
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