„Für jeden etwas dabei“: Neues Buch über die Region zwischen Lech und Isar

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Buntes Themenspektrum: 320 Seiten umfasst das neue Jahrbuch des Lech-Isar-Heimatvereins. Für 20 Euro ist es ab sofort im Einzelhandel erhältlich. © Willi Nass

Das diesjährige Jahrbuch des Lech-Isar-Land-Heimatvereins ist erschienen. Es umfasst zahlreiche Geschichten vom Starnberger See bis nach Tirol und ist ab sofort für 20 Euro im Handel erhältlich.

Wer sich für die Geschichte des bayerischen Oberlandes interessiert, kommt nur schwer um das Jahrbuch des Lech-Isar-Heimatverbandes herum. Bereits seit 102 Jahren veröffentlicht der ehrenamtlich betriebene Verein sein heimatkundliches Jahrbuch, das seit jeher mit einer breiten Palette an Geschichten aus der Vergangenheit aufwartet: von Brauchtümern und Sitten seiner Bewohner über Kunstwerke bis hin zu Dialektforschungen aus der ganzen Region zwischen Lech und Isar.

Auch in der neuesten Ausgabe des Jahrbuchs werden auf 320 Seiten die unterschiedlichsten Themen behandelt. Mit zahlreichen Abbildungen werden beispielsweise die wirtschaftshistorische Entwicklung der Region anhand der Holztrift auf der Ammer oder aktuelle kulturelle Höhepunkte wie der im Jahr 2023 in Weilheim eröffnete Skulpturenweg dargestellt. Gerade diese Mischung, dieser „Spagat zwischen Wissenschaft und Lesbarkeit“, kennzeichnet dem Vorsitzenden Klaus Gast zufolge das Jahrbuch.

Die Beiträge im Buch wurden dabei von den unterschiedlichsten Autoren verfasst. Dazu zählen der ehemalige Leiter des Garmisch-Partenkirchener Werdenfels-Museums Peter Schwarz sowie Archivare, Journalisten und pensionierte Wirtschaftsprofessoren. Auch durch diese Bandbreite sind die Texte „nicht mehr so weihrauchgeschwängert wie früher“, als ein Großteil der Geschichten von Priestern und Dorflehrern aufgeschrieben wurde, so der langjährige Vorstand Bernhard Wöll.

Von „Baiern“ zu „Bayern“

Den Anfang in der diesjährigen Ausgabe macht dabei Kreisheimatpfleger Klaus Gast mit einem Beitrag über das 200-jährige Jubiläum der neuen Schreibweise Bayerns. Bis 1825 wurde das Land zumeist „Baiern“ genannt oder hatte keine offizielle Schreibweise. Über dieses Jubiläum „kommt man fast nicht drumherum”, sagt der Kreisheimatpfleger.

Eine „ganz nette Geschichte“ sei auch die Erzählung von der Verhaftung und gewaltsamen Befreiung von fünf Tiroler Wilderern aus dem Kerker des Pflegegerichts Murnau. Die Wildschützen aus Ehrwald waren 1797 in Ettaler Gebiet eingedrungen, um zu wildern. Dabei wurden sie jedoch erwischt. Spannend geschrieben berichtet Peter Schwarz, wie in der Folge eine ganze Kompanie an 200 Ehrwaldern über die bayerische Grenze marschierte, um die Befreiung ihrer Kameraden zu erzwingen.

Insgesamt, bilanziert Klaus Gast, sei so auch in diesem Jahr das „bunteste Buch“ herausgekommen, in dem „für jeden etwas dabei ist“. Mit einem Ladenpreis von 20 Euro ist das Jahrbuch ab sofort im Handel erhältlich – und ermöglicht umfangreiche Einblicke in die Geschichte zwischen Lech und Isar. Willi Nass

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