Füchse Berlin - THW Kiel (18 Uhr)
Erst empfängt Titelverteidiger Füchse Berlin den Rekord-Champion THW Kiel zum Verfolgerduell, dann kommt es zum Gipfeltreffen zwischen Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt und Champions-League-Sieger SC Magdeburg. Der Super-Samstag in der Handball-Bundesliga hält mit gleich zwei Duellen der Top-Vier innerhalb von 120 Minuten ein Novum bereit und verspricht Spannung auf höchstem Niveau.
Füchse unter Druck - Kiel will angreifen
Der Hauptstadt-Club um Superstar Mathias Gidsel hat als Tabellenvierter schon sechs Minuspunkte auf dem Konto und steht daher in der Neuauflage des Supercups gegen Pokalsieger Kiel mit Torwart-Gigant Andreas Wolff am Samstag (18.00 Uhr/ARD und Dyn) unter großem Erfolgsdruck. Eine weitere Pleite würde fast schon das Ende aller Titelchancen bedeuten.
„Wir haben uns selber eine Situation kreiert, in der wir keinen Platz mehr für Fehler haben“, sagte Krickau. Und Kapitän Max Darj gab das Motto aus: „Wir müssen all in gehen und jetzt jedes Spiel gewinnen – auch wenn es noch früh in der Saison ist.“
Das weiß man auch beim THW, der mit 18:4 Punkten auf Rang drei der Tabelle steht. „Berlin als Meister muss seine Heimspiele gewinnen, um wieder um Platz eins mitzuspielen“, sagte Kiels Trainer Filip Jicha und fügte hinzu: „Wir haben nichts zu verlieren, wollen mit Energie frech spielen und den unbedingten Willen zeigen, sich mit dem Meister messen zu wollen.“
Die jüngste Bilanz verheißt jedoch nichts Gutes. Der letzte THW-Sieg in Berlin liegt schon viereinhalb Jahre zurück. Kiels Geschäftsführer Viktor Szilagyi erwartet daher eine „Riesen-Aufgabe für unsere Mannschaft“. Nationalspieler Lukas Zerbe verbreitete dennoch Zuversicht: „Wir sind gut drauf und haben in Berlin nichts zu verlieren.“
mit dpa