Zeit lassen, gründlich arbeiten. Oder Gas geben und durchziehen. Die Neuausweisung der Landschaftsschutzgebiete ist geprägt von unterschiedlichen Schwerpunkten. Ein Kommentar von Merkur-Redakteur Dieter Dorby.
Weitreichende Entscheidungen zu treffen. ist generell schwierig – privat, im Job wie in der Politik. Aus Sorge, Wichtiges zu übersehen, feilt und prüft man bis zuletzt. Es ist die Angst zu springen.
Das erklärt, warum man im Kreistag das Thema Landschaftsschutzgebiete immer wieder neu beleuchten will. Teils hängt der eigene Betrieb daran, die eigene Kommune, das eigene Freizeitverhalten oder zumindest das Interesse der eigenen Wähler. Dennoch ist der Appell, noch in dieser Amtsperiode zum Abschluss zu kommen, berechtigt.
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Das Hadern zeigt, wie schwierig es ist, Regelwerke zu schaffen. Alle Varianten sollen erfasst sein, aber nicht alle Eventualitäten lassen sich konkret benennen. Es geht um abstrakte, allgemeine Vorschriften, die für eine unbestimmte Zahl von Fällen passen sollen. Das ist die juristische Handwerkskunst.
In der zweiten Auslegung sollten Betroffene umgehend in die Materie einsteigen und die Frist komplett nutzen. Dabei sollte gerade mit Blick auf die Freizeitnutzung nicht vergessen werden, dass die Verordnungen Landschaft und Natur schützen sollen – und nicht den Freizeitwert.