Dank für „unermüdlichen Einsatz“

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Mit Spülungen haben die Stadtwerke die festgestellte Verunreinigung des Dachauer Trinkwassers in den Griff bekommen. © Stadtwerke

Trinkwasserverunreinigung in Dachau: Behörden und Stadtrat ziehen Bilanz. Großes lob an Stadtwerke.

Dachau – Der Dachauer Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung am Dienstag die Gelegenheit genutzt und den Stadtwerken für deren Arbeit während der vergangenen Woche gedankt.

Elisabeth Zimmermann (CSU) etwa sagte, der Einsatz der Stadtwerke-Mitarbeiter sei „unermüdlich“ gewesen, sie hätten „auch am Wochenende“ gearbeitet, um die Quelle der Trinkwasserverunreinigung zu finden, und nach nur einer Woche „hatten alle wieder Wasser“. Oberbürgermeister Florian Hartmann lobte ebenfalls, dass „alles sehr schnell“ ging mit der Behebung der Problematik. Nun gelte wieder das übliche Vorgehen: Einmal wöchentlich wird das Leitungsnetz der Stadt kontrolliert, die Proben finden laut OB stets an anderer Stelle statt.

Das Gesundheitsamt erstellte ebenfalls eine Abschlussbilanz. Demnach wurden „keine Krankheitsfälle bekannt, die auf das verunreinigte Trinkwasser der Stadtwerke Dachau zurückzuführen sind“.

Zur Frage der sogenannten Warnwege lieferte außerdem das Dachauer Landratsamt eine Erklärung. Hintergrund ist, dass sich Leser an die Heimatzeitung gewendet hatten mit der Frage, warum die Bevölkerung über das Abkochgebot des Trinkwassers nicht per Lautsprecher-Fahrten informiert wurde? Nicht jeder habe schließlich Internet, Warnapps oder ein Abo der örtlichen Tageszeitung.

Sina Török als Sprecherin der Kreisbehörde aber gibt zu bedenken: Die Entscheidung, welcher Informationskanal genutzt werde, hänge stark von der Art der Notlage ab. „Hätte es sich beispielsweise um ein Nutzungsverbot des Trinkwassers gehandelt – und nicht wie zuletzt nur um ein Abkochgebot – wären Lautsprecher-Fahrten eine Option gewesen. Allerdings hätte selbst in diesem Fall nicht garantiert werden können, dass alle Menschen erreicht werden.“

Deshalb gelte, egal um welchen Notfall es sich handele, „immer das Prinzip der Selbsthilfe“. Török zufolge sei es schlicht „gesellschaftliche Aufgabe, dass jeder an Nachbarn, Freunde und Bekannte denkt und diese informiert“.