Beliebtes Skigebiet hat von Urlauber-Verhalten genug: Strenge Regel beschlossen – es drohen saftige Strafen

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Beliebtes Skigebiet hat von Urlauber-Verhalten genug: Strenge Regel beschlossen – es drohen saftige Strafen

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Ein Tiroler Wintersportort zieht den Stecker. Das Ski-Mekka im Ötztal greift durch. Touristen müssen sich auf happige Strafen einstellen.

Sölden – Österreich-Urlauber sind im Winter nicht nur auf der Piste unterwegs. Beim Après-Ski drehen einige Wintersportler erst richtig auf. Nach ausufernden Partyexzessen in der Ski-Hochburg Sölden in Tirol gibt es jetzt diese Saison eine „Rote Zone“. Entlang der berüchtigten Söldner Dorfstraße – auch „Bermuda Dreieck“ genannt – führt Sölden ein striktes Alkoholverbot ein.

Sölden in Östereich bei Nacht
Ski-Hochburg Sölden greift gegen Party-Exzesse durch (Symbolfoto). © Imago

Die Situation im Ort eskalierte zusehends. Bereits vor der vergangenen Wintersaison hatte Sölden versucht, die Lage in den Griff zu bekommen. Allerdings ohne nennenswerten Erfolg. Nach diversen Zwischenfällen hat der Gemeinderat schon im Herbst ein Alkoholverbot beschlossen.

Österreich: „Rote Zone“ in Sölden (Österreich) gegen Après-Ski-Exzesse

Klare Regeln sollen für mehr Ruhe, Sicherheit und Lebensqualität im Ortszentrum Sölden sorgen, teilt die Gemeinde mit. Betriebe und Wirte seien bei einem breiten Entwicklungsprozess aktiv mit einbezogen worden. Das Alkoholverbot gilt vom 1. Dezember 2025 bis zum 19. April 2026.

„Immer mehr Gäste sind zum Rauchen vor die Lokale gegangen und haben dort auf dem Gehsteig mit Alkohol weitergefeiert“, berichtet Vizebürgermeister Maximilian Riml der Krone Zeitung. Zerbrochene Biergläser auf den Gehwegen, Lärm bis tief in die Nacht und sogar Betrunkene, die mit Biergläsern Fußball spielten, habe es gegeben.

2000 Euro Strafe: „Alkoholfreie Zone“ auf der Partymeile im Ski-Ort Sölden

In der „Alkoholfreien Zone 2025“ ist der Konsum von Alkohol im Freien als auch das Mitführen von offenen Flaschen oder Becher auf der Straße verboten. Die Verbotszone erstreckt sich von der Giggijoch- bis zur Gaislachkoglbahn inklusive auf Plätzen rund um die Freizeit Arena sowie den angrenzenden Bereich mit Wohn- und Pflegeheim, Wadele und den Zentrumsshuttle (Tal- und Bergstation). In den Lokalen selbst darf weiterhin gefeiert werden – nur eben nicht mehr auf der Straße.

Ordnerdienste der Gemeinde Sölden sollen die neuen Regeln überwachen, heißt es. Bei Verstößen drohen saftige Geldstrafen von bis zu 2.000 Euro, schreibt die Kronen Zeitung. Die Gemeinde Sölden formuliert es so: „Das Ziel ist keine Strafe, sondern Bewusstseinsbildung und gegenseitiger Respekt im öffentlichen Raum.“ Vorbilder für die Anti-Ballermann-Strategie in den Alpen seien Fiss und Ischgl. (Quelle: Sölden Amtsblatt, Kronen Zeitung) (ml)

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